Nach Niederlage gegen Bietigheim

Steigerung ist nötig von den Löwen

Frankfurt - Nach der furiosen Aufholjagd gegen die Kassel Huskies, die ihm den Einzug in das Play-off-Halbfinale der 2. Eishockey-Bundesliga bescherte, ist Titelverteidiger Löwen Frankfurt noch nicht richtig in der nächsten Runde angekommen.

Zum Auftakt der Best-of-seven-Serie gab es eine 2:5 (0:1, 1:2, 1:2)-Niederlage bei den Bietigheim Steelers. Doch schon am heutigen Samstagabend (19. 30 Uhr) haben die Löwen vor eigenem Publikum die Chance, auszugleichen, müssen dafür aber besser in der Abwehr arbeiten und mehr Zug zum gegnerischen Tor entwickeln.

Der Start der Neuauflage des letztjährigen Finales lockte 3 013 Zuschauer in die Bietigheimer Eishalle, darunter auch gut 350 Gästefans. Beide Teams zeigten zu Beginn viel Einsatz, wobei die Gastgeber die etwas besseren Chancen hatte. Beiden war der Respekt vor dem Gegner deutlich anzumerken. So dauerte es 19 Minuten, bevor erstmals ein Treffer bejubelt wurde. Frankfurts C.J. Stretch saß für zwei Minuten auf der Strafbank, Frederik Cabana nutzte die numerische Überlegenheit im Nachsetzen zur Steelers-Führung - 1:0.

Der Mittelabschnitt bot erneut Eis-Schach, beide Teams warteten geduldig auf Fehler des Gegners. Dann schlich sich Cabana erneut frei und traf ins kurze Eck (26.). Die Löwen antworteten prompt: Brett Breitkreuz gelang 26 Sekunden später der Anschluss, als er den Puck ins Tor arbeitete. Doch die Freude währte nicht lange. Norman Hauner nutzte ein falsches Positionsspiel der Löwen-Abwehr und traf per Direktabnahme (32.)

Die Pause bekam den Löwen nicht sonderlich gut, anders lässt sich der Tiefschlaf nach 54 Sekunden des letzten Drittels nicht erklären. Abermals Hauner zog mühelos davon, Antti Karjalainen im Löwen-Tor schaute dem Schuss nur hilflos hinterher: Die Entscheidung!

Bilder: Löwen Frankfurt in den Playoffs 2018

Dann musste Frankfurts Angreifer Nils Liesegang noch vorzeitig zum Duschen, nachdem er sich mit Marcus Sommerfeld ein Duell mit den Fäusten geliefert hatte. Justin Kellys 5:1 (50.) beantwortete Lucas Dumont in Überzahl nach einer schönen Kombination (52.). Sein Treffer zum 2:5 war allerdings nur noch Ergebniskosmetik an einem für die Frankfurter Löwen gebrauchten Tag. (ulan)

Rubriklistenbild: © dpa

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