Zwei Siege für riesigen Vorteil

Eishockey: Löwen Frankfurt wollen Platz eins verteidigen

Frankfurt – Seit Anfang dieser Woche gibt es bei den Frankfurter Löwen Karten für das Viertelfinale in der zweiten Klasse des deutschen Eishockeys zu kaufen – freilich mit dem Hinweis, dass die genauen Paarungen noch nicht feststehen. Von Markus Katzenbach

Tatsächlich ist das ein Blind Date mit selten vielen Möglichkeiten: Gleich zehn Mannschaften kommen dafür als Löwen-Gegner vor den letzten beiden Spielen der langen Hauptrunde in Frage, in diesem irrsinnig engen Gedränge in der DEL2. Die Löwen könnten selbst als Spitzenreiter noch bis auf den fünften Rang herunter purzeln. Was gleichzeitig heißt, dass fünf Mannschaften noch Erster werden können.

„Das Gute ist: Wir haben alles in unserer Hand und die beste Ausgangsposition“, sagt Sportdirektor Franz-David Fritzmeier vor den beiden ausstehenden Punktspielen gegen Schlusslicht Deggendorfer SC (heute, 19.30 Uhr) daheim am Ratsweg und am Sonntag (18.30 Uhr) bei den Eispiraten Crimmitschau.

Positionskämpfe gibt es auf den letzten Metern des Hauptrunden-Marathons an allen Ecken und Enden der DEL2. Die Kassel Huskies wollen mindestens Platz acht behaupten, um wenigstens mit dem ersten Heimrecht einen kleinen Vorteil in den Pre-Play-offs zwischen dem 8. und 12. März zu haben – um dann im Viertelfinale vielleicht noch einmal richtig durchzustarten.

Und die Wetterauer Nachbarn vom EC Bad Nauheim könnten eine schon überragende Runde noch weiter steigern, wenn sie zumindest eine der drei Punkte vor ihnen rangierenden Klassengrößen Bietigheim und Ravensburg noch übertrumpften. Was auch hieße, dass sie die Play-offs zu Hause im Colonel-Knight-Stadion beginnen dürften.

Bilder: Löwen Frankfurt in den Playoffs 2018

Dabei ist der Wert der Abschlusstabelle umstritten. „Meister ist in der Hauptrunde noch keiner geworden. Am Ende interessiert es keinen, wer da vorne war“, sagt Fritzmeier. Aber: In den Ausscheidungs-Duellen um die Meisterschaft ab dem 15. März, wenn es in Best-of-Seven-Serien darum geht, als Erster vier Siege einzufahren, wird abwechselnd daheim und auswärts gespielt – und da die Mannschaft, die in der Tabelle besser steht, zu Hause anfängt, hat sie im Zweifel einmal mehr das eigene Publikum hinter sich. Der Erste bis ins Finale.

„Ich glaube wir haben in der Eissporthalle einen riesigen Heimvorteil“, findet Löwen-Kapitän Adam Mitchell diese Pole-Position für die Play-offs erstrebenswert. Wenn alles und jeder so bleibt, wie es und wo er ist, Frankfurt Erster und Kassel Achter, wäre das – bei entsprechendem Verlauf der Pre-Playoffs – übrigens die gleiche brisante Viertelfinalpaarung wie vor einem Jahr.

Rubriklistenbild: © dpa

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