Oberligist Babenhausen mit Respekt und Demut

Handball: „Löwen“ noch weiter verjüngt

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Der Babenhausener Simon Brandt (Mitte) tankt sich durch. Er zählt zu den Stützen im Rückraum der „Löwen“.

Babenhausen - Auch vor ihrer zweiten Saison in Folge in der Oberliga Hessen über sich die Handballer der SG Rot-Weiß Babenhausen in Bescheidenheit: „Wir gehen mit Respekt und einer ordentlichen Portion Demut an die Sache heran. Unser Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt Oliver Schulz.

Der ehemalige Zweitliga-Spieler (einst Tuspo Obernburg, Bayer Dormagen, TSG Münster, zuletzt viereinhalb Jahre beim TV Groß-Umstadt als Spieler aktiv) trainiert die „Löwen“ seit 2014, geht mit den Rot-Weißen somit bereits in seine fünfte Saison. „Wir haben eine blutjunge Truppe, die Mannschaft ist im Vergleich zum Vorjahr nochmals jünger geworden. Wir haben vier Spieler, deren Geburtsjahr mit einer 2 beginnt, dazu einige 99er, 98er und viele 97er“, erklärt Schulz. Und fügt an: „Ich habe absolutes Vertrauen in die Truppe.“

Unterbrochen von einer zweiwöchigen Pause bereiteten sich die Rot-Weißen knapp zehn Wochen auf die neue Spielzeit vor. Die hohen Erwartungen im Vorfeld der Vorbereitung wurden allerdings durch einige urlaubs- und verletzungsbedingte Ausfälle gedämpft. Allerdings stellte Schulz auch fest: „Die Mannschaft hat mitgezogen und großes Engagement gezeigt, egal wo wir trainiert haben, ob auf dem Sportplatz im Schwimmbad oder in der Halle. Daher bin ich sehr zufrieden.“

Zumal seine Mannen auch außerhalb des Sports viel Eigeninitiative an den Tag legen. Sei es bei der Verpflegung für das Trainingslager oder einer selbst gestalteten T-Shirt-Aktion. „Dieses Engagement lässt mich dann auch mal über ein schlechtes Training oder ein schlechtes Testspiel hinwegsehen. Und solche Aktionen sind gut für den Zusammenhalt“, erklärt der „Löwen“-Trainer.

„Es kommt uns nicht ungelegen, dass wir zunächst auswärts spielen“, blickt Schulz auf den Saisonauftakt am Sonntag (17.30 Uhr) bei der TSG Bürgel voraus. „Bürgel hat sicherlich ein bisschen mehr Druck als wir. Wir sind hoffentlich so gut vorbereitet, dass wir Bürgel lange die Stirn bieten können.“ Einen ersten Eindruck, wohin die Reise der Babenhausener in dieser Saison geht, wird sich Schulz erst „nach dem dritten oder vierten Spiel“ machen. Erst dann zeichnet sich eine erste Tendenz ab.

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„Bürgel und wir waren sicherlich in der vergangenen Saison die Mannschaften, die mit die größten Überraschungen geliefert haben“, verweist Schulz auf dem Auswärtssieg der Bürgeler am ersten Spieltag beim späteren Meister Dutenhofen/Münchholzhausen und das eigene Remis beim TV Kirchzell. „Zwischen minus und plus zehn ist in Bürgel alles möglich“, sagt Oliver Schulz. (leo)

Tor: Moritz Kohl (HSG Maintal), Dominik Goder, Luis Keller, Jan Oldach 

Rückraum, rechts: Markus Kirchherr

-Mitte: Lukas Schmitt (HSG Hanau Jugend), Simon Brandt

-links: Stefan Hollnack, Robin Drews, Christiano Rodrigues da Silva

Rechtsaußen: Tom Zappe, Luca Mai (beide eigene Jugend), Felix Mann, Janis Sillari

Kreis: Moritz Holschuh (JSG Wallstadt), Paul Raschke, Marc Ratley, Niko Krause, Marc Wallner

Linksaußen: Lucas Eisenhuth, Yoshihiro Horikawa

Abgänge: Keno Mehrpahl (TGS Seligenstadt), Marius Hildebrand (HSG Rodgau Nieder-Roden II), Daniel Toscano (unbekannt), Peter Grimm (pausiert)

Trainer: Oliver Schulz (im fünften Jahr)

Saisonziel: Klassenerhalt

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