Fußball

In Dörnigheim boomt der Fußball: Sportgelände an der Dicken Buche ist durch beide Vereine gut ausgelastet

Heimspiel für beide Teams: In der Kreisliga A stehen sich die Germania mit Mevludin Demirovic und der Dörnigheimer SV mit Iljaz Ibrahimi (am Ball) gegenüber.
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Heimspiel für beide Teams: In der Kreisliga A stehen sich die Germania mit Mevludin Demirovic und der Dörnigheimer SV mit Iljaz Ibrahimi (am Ball) gegenüber.

Germania Dörnigheim ist seiner ersten Mannschaft in der Fußball-Gruppenliga, mit der zweiten in der A-Liga sowie mit der dritten in der C-Liga vertreten. Dazu sind bei den Dörnigheimern alle Altersklassen im Jugendbereich besetzt. Einige davon doppelt, manche gar drei- oder vierfach.

Maintal – Die Maintaler sind neben dem RSV Hilalspor Hanau der einzige Klub im Hanauer Fußballkreis, der drei Senioren-Mannschaften gemeldet hat. Allesamt müssen sich nicht nur mit den Junioren und Alten Herren der Schwarz-Weißen das schmucke Gelände an der Dicken Buchen teilen, sondern auch noch mit dem A-Ligisten Dörnigheimer SV. Dieser stellt ebenfalls zwei Seniorenteams sowie eine D-Junioren-Mannschaft. Hinzu kommen die SOMA und die Alten Herren. „Wir würden gerne mehr Jugendmannschaften aufbauen, aber dazu fehlt einfach der Platz. Wir können ja nicht morgens um zehn Uhr trainieren“, beschreibt DSV-Spielausschuss-Mitglied Wolfgang Leinweber die Situation.

„Die Zusammenarbeit mit dem DSV klappt gut, besser als in den Jahren zuvor“, räumt Germanias Sportlicher Leiter Jochen Kostiris ein. Dass die Sportanlage jetzt schon an ihre Kapazitätsgrenze stößt, hatte auch er freilich nicht erwartet. Der Zulauf besonders in den jüngeren Jahrgängen sei extrem hoch, im Grunde kaum noch zu bewältigen. Allein bei den Bambini (G-Jugend) könne man mehr als nur fünf Mannschaften stellen. Man müsse aber auch klar feststellen, dass zwar die Quantität stimme, doch was die Qualität betreffe, es in allen Altersstufen reichlich Luft nach oben gebe. So ist der Germania-Nachwuchs fast ausschließlich in den unteren Spielklassen zu Hause. „Von Strukturen und Qualität wie beim FC Erlensee oder Bayern Alzenau sind wir noch ein weites Stück entfernt. Aber wir sind aus meiner Sicht auf einem guten Weg“, glaubt Kostiris.

Germania Dörnigheim ist qualitativ und quantitativ gut aufgestellt

Was den Seniorenbereich betrifft, sind die Schwarz-Weißen quantitativ und auch qualitativ bestens aufgestellt. Das Gruppenliga-Team hinkt den Vorschusslorbeeren der Konkurrenz derzeit zwar hinterher, doch nicht den eigenen Erwartungen. „Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen, das ist unser primäres Ziel. Einen Aufstieg in die Verbandsliga können wir uns nicht leisten“, stellt der Funktionär unmissverständlich klar. Aufstiege der zweiten und dritten Garde wären kein Problem.

Vor rund zwei Jahren habe man beschlossen, neben der Reserve noch eine dritte Mannschaft zu gründen. Man wollte möglichst allen Spielern die Möglichkeit geben, nicht nur am Training, sondern auch an Spielen teilnehmen zu können. „Wir hätten jede Woche einem halben Dutzend Kicker sagen müssen, dass sie am Sonntag nicht spielen“, erklärt Kostiris. In der vergangenen Saison habe das „Versuchskaninchen“ gut funktioniert. Die erste Mannschaft landete auf Platz drei, die zweite verpasste in der A-Liga als Vierter knapp den Aufstieg. Dörnigheims Dritte erfuhr dasselbe Schicksal in der C-Liga. Dass die Trainer Sven Reuter, Patrick Ofcarek und Marcel Wölk mit ihren Jungs möglichst aufsteigen wollen, verstehe man im Vorstand durchaus. Doch es gehe in erster Linie darum, die teils noch sehr jungen Spieler weiter zu entwickeln, dabei aber auch den Spaß am Fußball nicht zu vergessen. Kostiris: „Es gilt natürlich auch hier am Ende das Leistungsprinzip, wenn es darum geht, wer am Wochenende in welcher Mannschaft spielt.“ Die Spieler haben genügend Möglichkeiten, sich anzubieten.

Die Dritte trainiert montags und mittwochs unter Coach Wölk zusammen mit der A-Jugend. Die beiden anderen Teams haben dienstags und mittwochs Training, die Gruppenliga-Mannschaft zudem eine weitere Einheit freitags. Ein kleiner Wermutstropfen hängt dennoch über der Dicken Buche. Das Vereinsheim wird weit weniger frequentiert, als sich dies die Germania-Verantwortlichen beim Bau des neuen Geländes erhofft hatten. „An der Eichenheege hatten wir eine Vereinskneipe, hier es ist eine ganz normale Gaststätte. Wir haben zwar einen separaten Raum für beispielsweise Sitzungen, doch die meisten Spieler verschwinden nach dem Training. Das ist aber sicher nicht nur bei uns so“, meint Kostiris. Doch sei man grundsätzlich erst einmal glücklich darüber, dass die Germania überhaupt wieder ein so großes Interesse am Fußball in Dörnigheim geweckt hat.

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