Handballerinnen der FSG Dieburg/Groß-Zimmern:

Mannschaftliche Stärke als Trumpf

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Auf dem Weg zum Tor: Jana Kurz (links) ist ihren Gegenspielerinnen enteilt und schließt einen Tempogegenstoß erfolgreich ab. Handball-Landesligist FSG Dieburg/Groß-Zimmern gewann sein Testspiel gegen den TV Lorsch knapp mit 26:24.

Dieburg/Groß-Zimmern - In der vergangenen Saison gelang den Handballerinnen der FSG Dieburg/Groß-Zimmern der Klassenerhalt erst in letzter Sekunde. Nun bereiten sie sich auf die neue Runde in der Landesliga Hessen vor. Von Matthias Grimm

Trotz einiger Abgänge hofft Trainer Robert Linek, dass man diesmal nicht so sehr zittern muss. Am Samstag absolvierte die FSG Dieburg/Groß-Zimmern ein Testspiel gegen den TV Lorsch. Der Landesligist setzte sich zwar gegen den Bezirksoberligisten durch, hatte beim 26:24 jedoch einige Mühe. Kein Wunder, gilt es doch, sich nach einigen personellen Änderungen erst wieder neu zu finden. So verlor die FSG in Lena Heinze (TSV Birkenau) und Julia Wiedekind (Karriereende) zwei torgefährliche Stammkräfte, außerdem verließen Daniela Schneider (Studium), Anna Böttcher (HSG Nieder-Roden) und Melanie Pernau (Umzug) das Team. Trainer Robert Linek ist darum bemüht, dies durch die Integration der Zugänge zu kompensieren, um auch 2918/19 in der Landesliga bestehen zu können. In Torfrau Naomi Speckhardt (FSG Gersprenztal), Louise Ohlig (FSG Seligenstadt) und Nele Braun (HSG Weiterstadt) gibt es drei externe Zugänge. Zudem will der Coach Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend weiterentwickeln und ans Niveau der ersten Mannschaft heranführen.

Da starke Einzelspielerinnen den Verein verließen, setzt Linek noch mehr auf die mannschaftliche Stärke: „Wir müssen auf allen Positionen torgefährlicher werden und sowohl das individuelle Deckungsverhalten als auch die Abwehrarbeit im Verbund verbessern.“

Das Team absolviert wöchentlich vier Einheiten. In der ersten Vorbereitungsphase ging es hauptsächlich um Athletik, Ausdauer und die Verbesserung der individuellen Qualität. „Das Optimum ist hierbei das Ziel“, meint Linek „und natürlich muss das Thema Teambuilding immer mitschwingen.“ Vor allem in diesem Punkt will Linek neue Akzente setzen. In der zweiten Hälfte der Vorbereitung wird dann der Schwerpunkt auf spielerische Elemente und die mannschaftliche Abwehrarbeit gelegt. So soll aus einer guten Defensive heraus das Tempospiel forciert werden. Das Training wird gut angenommen, zuletzt waren 23 Spielerinnen in der Halle.

Eine personelle Entscheidung ist schon getroffen. Die bisherige Torhüterin Sonja Knell wird ab nächster Runde im Feld spielen und nur bei Bedarf im Tor stehen. „Sonja ist nicht nur eine gut ausgebildete Torfrau, sondern zeigt auch regelmäßig im Training, dass sie im Feld spielen kann. Ich traue ihr den Schritt absolut zu und bin bereit, die Entscheidung mitzutragen. Ich glaube, es werden noch einige überrascht sein“, so Linek.

Die FSG steht jedenfalls vor einer großen Herausforderung. „Mit den Aufsteigern TGB Darmstadt, TV Glattbach und HSG Dietzenbach kommen drei sehr starke Teams hinzu. Die gerade noch geretteten Teams aus Zwingenberg und Obernburg werden aus der abgelaufenen Spielzeit ihre Lehren ziehen und sich verbessern“, verweist Linek darauf, dass die Liga in der Breite eine wesentlich höhere Qualität haben wird. „Titelkandidaten sind für mich Bürgel und Langenselbold, die sich sicherlich verstärkt haben. Insgesamt, denke ich, wird die Landesliga stärker besetzt sein. Darauf müssen wir uns einstellen. Daher müssen wir uns ebenfalls steigern und konstanter spielen. Wie wir es mit den personellen Veränderungen schaffen, wird sich zeigen. Es liegt an uns.“ Rundenstart ist am 15. September – bei Titelfavorit TSG Offenbach-Bürgel.

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