Ju-Jitsu

Max Strauch feiert Silber bei der Europameisterschaft in Maintal

In der JudoArena in Maintal fand die Europameisterschaft im Ju-Jitsu statt.
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In der JudoArena in Maintal fand die Europameisterschaft im Ju-Jitsu statt.

Max Strauch vom Kampf- und Sportclub (KSC) Hanau hat am Wochenende bei den Europameisterschaften im Ju-Jitsu in der Klasse bis 94 Kilogramm den zweiten Platz belegt und damit nach seinem U21-Weltmeistertitel den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert.

Maintal – Der 24-Jährige trug mit seiner Silbermedaille nicht unwesentlich zum guten Abschneiden der deutschen Athleten bei der Heim-Europameisterschaft bei, die in der Judo-Arena in Maintal stattfand.

Für Strauch und die anderen Kampfsportler war es das erste Turnier seit der Weltmeisterschaft vor rund zwei Jahren, seitdem hatte die Corona-Pandemie weitere Wettkämpfe verhindert. „Ich habe mich sehr darüber gefreut“, gab Strauch zu Protokoll, denn obwohl er im Training ja auch auf der Matte stehe, „ist der Druck bei so einem Wettkampf natürlich ein ganz anderer.“

Diesem Druck hielt der Lokalmatador allerdings mit Bravour stand und feierte gleich zu Beginn einen überzeugenden 24:4-Auftaktsieg gegen den Rumänen Rino Adonis Trasca-Staicu. „Den Kampf habe ich dominiert“, zeigte sich Strauch zufrieden, „und schließlich solide zu Ende gekämpft.“

Hanauer Max Strauch bleibt im Halbfinale cool

Im Halbfinale wartete der Montenegriner Krsto Radulovic auf den 24-Jährigen und der Hanauer geriet hier zunächst ins Hintertreffen. „Früher hätte ich mir in so einer Situation zu viele Gedanken gemacht, aber diesmal bin ich cool geblieben“, freute sich Strauch über seine Weiterentwicklung. Der Lohn: 20 Sekunden vor Schluss warf der Kampfsportler des KSC seinen Gegner auf Ippon, punktete im Haltegriff und fuhr schließlich den Sieg durch technische Überlegenheit ein.

Der amtierende Weltmeister Mikhail Kostiuk aus Russland erwies sich im Finale allerdings als zu stark für Strauch, für den der Kampf nach einem Armhebel vorzeitig beendet war. Die Enttäuschung über die Finalniederlage wich allerdings schnell der Freude über den Titel des Vize-Europameisters: „Das ist meine erste Medaille bei einer EM oder WM, und darauf bin ich sehr stolz“, so Strauch, der sich nun ganz auf die Weltmeisterschaft Ende des Jahres in Abu Dhabi konzentriert – und da gerne erneut auf dem Treppchen landen möchte.

Unterstützung durch Plakate von Familie und Freundin

Obwohl in Maintal keine Zuschauer zugelassen waren, hatte die Europameisterschaft vor der Haustür für Strauch ein ganz besonderes Flair, denn die Freundin des 24-Jährigen hatte in der Halle ein Plakat mit den Unterschriften von Familie und Freunden des Kampfsportlers anbringen lassen. „Ich war sehr gerührt“, so Strauch, „diese Unterstützung hätte ich woanders nicht gehabt und das war für mich noch einmal eine Extra-Motivation.“ Dabei sollte die Europameisterschaft ursprünglich gar nicht in Maintal stattfinden. Austragungsort war eigentlich im vergangenen Jahr Israel, allerdings musste der Wettbewerb aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten führte zur Verlegung nach Maintal.

Der KSC-Athlet war allerdings nicht der einzige Deutsche, der sich in Maintal über eine Medaille freuen konnte, denn insgesamt belegte Deutschland vor den Niederlanden und hinter Russland den zweiten Rang im Medaillenspiegel. Titel holten dabei Andrea Freudenberger in der Klasse bis 63 Kilogramm und Daniel Zmeev in der Klasse bis 85 Kilogramm, Annnalena Bauer, die sich in Hanau auf die Europameisterschaft vorbereitet hatte, konnte sich in der Klasse bis 70 Kilogramm den dritten Rang sichern. (Von Robert Giese)

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