1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

VfR Kesselstadt trennt sich von Trainer Ajdin Maksumic

Erstellt:

Von: Patrick Leonhardt

Kommentare

Wie geht es weiter? Ajdin Maksumic ist nicht mehr Trainer in Kesselstadt, will sich zukünftig aber voll auf seine Trainerkarriere konzentrieren.
Wie geht es weiter? Ajdin Maksumic ist nicht mehr Trainer in Kesselstadt, will sich zukünftig aber voll auf seine Trainerkarriere konzentrieren. © Scheiber

Trotz Platz zwei in der Fußball-Kreisoberliga Hanau hat sich der VfR Kesselstadt von seinem Trainer Ajdin Maksumic getrennt. Der 37 Jahre alte ehemalige bosnische U21-Nationalspieler, zuletzt in der Saison 2021/22 Spieler beim späteren Absteiger SV Gronau (Gruppenliga Frankfurt West), hatte erst im Sommer die Nachfolge von Dino Selimovic an der Pumpstation angetreten. Es war die erste Trainerstation des ehemaligen Defensivspielers.

Kesselstadt – „Der Deckel hat nicht so richtig auf den Topf gepasst“, bedauert Kesselstadts Spielausschussvorsitzender Thorsten Wolter die Trennung, „zwischenmenschlich hat es zwischen Trainer und Mannschaft nicht richtig gepasst. Es lag sicher nicht an den Ergebnissen, der Erfolg war ja da.“ Nach sieben Partien ist der VfR bei fünf Siegen und zwei Unentschieden noch ungeschlagen und liegt drei Zähler hinter dem FSV Neuberg zurück. Allerdings haben die Neuberger auch schon zwei Begegnungen mehr ausgetragen. Nachdem Kesselstadt in der vergangenen Saison den Zweikampf um die Meisterschaft gegen die Hessenliga-Reserve des FC 06 Erlensee knapp verloren hatte, will der ehemalige Verbandsligist, der 2014 einen Kooperationsvertrag mit dem bosnischen Kulturverein abschloss und damit die Weichen für die Zukunft stellte, nun in dieser Saison aufsteigen.

„Sportlich war alles gut, aber ein Trainer muss die Mannschaft mitreißen und umgekehrt“, sagt Wolter. Aber da passte es in den vergangenen zwei, drei Wochen aus Sicht des Vorstandes nicht ganz. „Ich denke, die Erwartungshaltung des Trainers war wohl zu hoch“, erklärt der Spielausschussboss. Zwar steht Maksumic erst am Anfang seiner Trainerkarriere, blickt als Spieler aber auf 73 Einsätze in der Premijer Liga (1. Liga in Bosnien-Herzegowina) sowie insgesamt 90 Partien in der Hessen- und Verbandsliga Süd (FV Bad Vilbel, Vatanspor Bad Homburg) zurück. „In der Kreisoberliga ist der Beruf aber oftmals wichtiger als der Sport“, sagt Wolter.

Maksumic meint: „Ich bin einfach menschlich enttäuscht.“ Der 37-Jährige bedauert, dass der VfR so schnell seine Meinung geändert hat, ursprünglich war eine längere Zusammenarbeit geplant gewesen. Es sei von einem Drei-Jahres-Projekt die Rede gewesen, der schnell aufgegeben wurde. „Ich bin deswegen nicht böse, jeder hat seine eigenen Visionen“, sagt Maksumic. Den Vorwurf, er habe zu hohe Erwartungen gehabt, will er aber so nicht stehen lassen: „Ich habe das Training angepasst, weil ich gesehen habe, was ich für Spielertypen habe. Die älteren Spieler haben nicht alle mitgehalten und dann auch weniger gespielt. Wenn man aber aufsteigen will, muss man auf die Jugend setzen.“ Großartig nachkarten will er dennoch nicht: „Ich hoffe, der VfR steigt auf. Ich freue mich auf eine neue Herausforderung, will mich ganz auf meine Trainerkarriere konzentrieren.“ Bis zur Winterpause könnte sich in dieser Richtung bereits etwas tun.

Der VfR hat den Trainerposten bereits neu besetzt, der verletzte Angreifer Emir Omerovic hat nun das sportliche Zepter in der Hand. „Er hat bei uns in der B-Klasse angefangen, ist schon rund sieben Jahre im Verein. Er kennt Verein, Mannschaft und das Flair beim VfR. Wir wollen weiter unsere Leistung bringen und ein wenig mehr Ruhe hineinbringen“, blickt Spielausschussboss Wolter voraus. Am Sonntag (14 Uhr) geht es zum Gastspiel beim Tabellenzehnten SV Kilianstädten.

Auch interessant

Kommentare