Beachvolleyball ist eingeschränkt wieder erlaubt / Hessischer Verband hofft auf Turniere ab Juli

Ein Meter Abstand zum Netz

Beachvolleyball, mit Abstand wieder erlaubt. Hinter dem Netz: Nicolai Erbs und Simon Klug (grün) vom VC Ober-Roden Foto: eyßen

Offenbach – Zu den ersten Sportarten, die nach den Lockerungen der Restriktionen wegen der Coronavirus-Pandemie ein Comeback versuchen, zählt Beachvolleyball. VON STEFAN MORITZ

Die Ausübung im Freien mit nur zwei Spielern auf der acht mal acht Meter großen Spielfeldhälfte prädestiniert diese Sportart im Gegensatz zu vielen anderen, auch unter Beachtung der neuen Hygiene- und Abstandsregeln zur weiteren Eindämmung der Virus-Pandemie. Auch die Beachvolleyballer in der Region wollen so schnell wie möglich wieder aktiv werden.

„Die sind alle ganz heiß, dass es losgeht“, berichtet Dieter Höhn, der Sportwart des BSC Offenbach, der zusammen mit FC Wacker, EOSC und dem OFC Handball die „Interessengemeinschaft Offenbeach“ bildet. Und die hat am Wochenende schon ihr Beachvolleyballfeld auf der Offenbacher Rosenhöhe betriebsbereit gemacht.

Training im Beachvolleyball ist ab sofort auch in Hessen wieder erlaubt, bei Einhaltung der besonderen Hygiene- und Abstandsregeln. Der Deutsche Volleyball-Verband hat ein Übergangskonzept entwickelt, wie dies gelingen kann.

Das größte Problem sind die Schlag- und Blockaktionen am Netz, bei denen sich die Spieler der beiden Mannschaften zu nahe kommen können. Als Lösung empfiehlt der Verband ein Verbot solcher Ballaktionen. Dafür ist zum Netz ein durch eine Extra-Linie zu kennzeichnender Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. Dazu erwägt der Verband, die Netze um 20 Zentimeter zu erhöhen, um einen besseren Spielfluss zu ermöglichen. Aufschläge sollen nicht in die Mitte zwischen die zwei Gegenspieler gespielt werden, damit diese sich bei der Annahme nicht zu nahe kommen. Untersagt sind auch die bisher üblichen geselligen Nachbetrachtungen der Spiele, die Sportanlagen sind im Anschluss umgehend und getrennt zu verlassen.

„Wettkampfsport ist unter diesen Bedingungen schwer vorstellbar, aber wir sind schon begeistert, dass wir alle wieder aufs Feld dürfen und uns wieder auf Sand bewegen können“, sagt Markus Pfahlert, Trainer bei der SSG Langen, die noch auf die Freigabe der Sportanlage wartet. Im Hessischen Volleyball-Verband (HVV) haben sie die Hoffnung auf eine verkürzte Restbeachsaison noch nicht ganz aufgegeben. „Deshalb haben wir die Beachvolleyballturniere zunächst nur bis Ende Juni abgesagt“, sagt Heike Müller, Mitglied der HVV-Beachkommission: „Ab Juli hoffen wir noch, dass Turniere stattfinden können.“

In Hessen gibt es insgesamt knapp 1000 organisierte Beachvolleyballer. Die Saisonlizenzgebühr für die Teilnahme an der dann verkürzten HVV-Beach-Tour hat der Verband schon einmal auf 15 Euro reduziert.

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