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Michael Nath kehrt zum Handball zurück: Ex-Bruchköbeler neuer Trainer in Nidderau

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Von: Robert Giese

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Beendet seinen Abstecher zum Fußball: Michael Nath (hier im Spiel gegen Eintracht Oberissigheim II) steht dem FSV Bischofsheim künftig nicht mehr zur Verfügung. Er ist nun Handball-Trainer des HSV Nidderau.
Beendet seinen Abstecher zum Fußball: Michael Nath (hier im Spiel gegen Eintracht Oberissigheim II) steht dem FSV Bischofsheim künftig nicht mehr zur Verfügung. Er ist nun Handball-Trainer des HSV Nidderau. © Scheiber

Vom Fußball zurück zum Handball heißt es für Michael Nath, der künftig auf der Trainerbank des HSV Nidderau sitzen wird. Der amtierende Meister der Bezirksliga B hat zudem einige Spieler aus dem sich auflösenden Bezirksoberliga-Team der HSG Maintal verpflichtet.

Nidderau – Wegen Corona hatte Nath, vor allem bekannt aus seiner Zeit beim einstigen Dritt- und Oberligisten SG Bruchköbel, zwei Jahre lang mit dem Handball pausiert und stattdessen die Stollenschuhe geschnürt. Mit dem Abflauen der Pandemie fällt nun Naths Rückkehr in die Handballhalle zusammen, denn der frühere Torjäger bildet künftig zusammen mit dem bisherigen Chefcoach Jörn Prager das Trainer-Duo beim HSV Nidderau, der in die Bezirksliga A aufgestiegen ist.

„Ich hatte viele lange Gespräche mit dem Verein“, so Nath, dem für seine Rückkehr in die Handballhallen der Region auch höherklassige Angebote vorlagen: „Am Ende hat mich das Konzept in Nidderau überzeugt. Hier kann ich in Ruhe etwas aufbauen und meine Spielidee umsetzen.“ Das macht Nath zusammen mit dem bisherigen Trainer des HSV, Jörn Prager. „Wir sind gleichberechtigte Trainer und unterstützen uns gegenseitig“, erzählt der neue Coach der Nidderauer, den der Aufsteiger mit an Bord geholt hat, weil er über jede Menge höherklassiger Erfahrung verfügt - und diese in Nidderau einsetzen soll.

Nath will mit dem HSV Nidderau auf Tempo setzen

Nath hat auch bereits klare Vorstellungen davon, in welche Richtung sich das Spiel des Aufsteigers künftig entwickeln soll: „Mein Fokus liegt auf der Abwehr, da benötigen wir ein bis zwei gute Varianten. Außerdem wollen wir schnell nach vorne spielen, aber da müssen wir uns noch stark verbessern“, sieht Nath bei seinem neuen Verein beim Tempospiel noch jede Menge Luft nach oben. Um das Team weiterzuentwickeln, gibt es eine ambitionierte Saisonvorbereitung mit bis zu vier Trainingseinheiten pro Woche. „In der Bezirksliga A sind in der kommenden Saison drei Absteiger aus der Bezirksoberliga und außerdem viele etablierte Mannschaften, diesen Rückstand müssen wir aufholen“, so Nath, der vom Engagement seiner Spieler begeistert ist: „Wir haben schon am 7. Juni angefangen, und bisher ziehen alle gut mit.“

Der Aufsteiger hat allerdings nicht nur auf der Trainerbank Zuwachs bekommen, auch der Spielerkader wird durch einige Neuzugänge verstärkt, vornehmlich aus Maintal: Markus Rode, Marius Bauscher, Yannic Amara und Tobias Lipp wechseln von der HSG Maintal zum HSV, der bei einigen auch ihr Jugendverein ist, vom Dörnigheimer HC kommt zudem Wolfgang Rost. Nath selbst will nur im Notfall selbst spielen: „Ich werde zwar ein Trikot haben und auch immer wieder mal mittrainieren, aber nach Möglichkeit sollen die Jungs ohne mich auskommen.“

Fußballer des FSV Bischofsheim II müssen ohne Nath auskommen

Ohne ihn auskommen müssen in Zukunft auch die Fußballer des FSV Bischofsheim II, für den Nath in den vergangenen beiden Spielzeiten in der Kreisliga A auflief. Das sportliche Multitalent hatte von vornherein klargestellt, nur für die Zeit während der Hochphase der Corona-Pandemie auf dem Fußballplatz zu stehen. „Ich hatte auch schon während der Auf- und Abstiegsrunde Anfragen von Handballvereinen, aber ich habe die zwei Jahre beim Fußball durchgezogen. Jetzt kehre ich jedoch zum Handball zurück.“ (Von Robert Giese)

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