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Mit 32 Kämpfern auf Platz fünf

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Der JC Samurai Offenbach ist seit 2018 in der Bundesliga am Start. Ein Teil der aktuellen Athleten vor einer Trainingseinheit in der vergangenen Woche. Hinten von links: Leon Schreder, Felix Herbst, Markus Horn, Sven Seifert, Markus Seifert, Leon Ehmig, Tim Mentel. Vorne von links: Trainer Francesco Liotta, Hratschik Latschinian, Uros Djurdjevic, Toni Skoberne, Sascha Puzik.
Der JC Samurai Offenbach ist seit 2018 in der Bundesliga am Start. Ein Teil der aktuellen Athleten vor einer Trainingseinheit in der vergangenen Woche. Hinten von links: Leon Schreder, Felix Herbst, Markus Horn, Sven Seifert, Markus Seifert, Leon Ehmig, Tim Mentel. Vorne von links: Trainer Francesco Liotta, Hratschik Latschinian, Uros Djurdjevic, Toni Skoberne, Sascha Puzik. © vum

Offenbach – Francesco Liotta, Trainer und Vorsitzender des JC Samurai Offenbach, ist einerseits voller Zuversicht mit Blick auf die neue Saison in der Judo-Bundesliga Süd, andererseits hegt er aber auch einige Bedenken. „Wir haben unsere Mannschaft in der Breite gut verstärkt, sind flexibler geworden und mit dem Kader zufrieden“, versichert er vor dem ersten Kampftag an diesem Samstag, 18 Uhr, beim SV Speyer.

Der 50-Jährige ergänzt aber: „Es gibt dennoch viele Fragezeichen. Wir werden versuchen, gut durch die Saison zu kommen, aber wegen Corona weiß man ja nie – da hat es auch bei uns den einen oder anderen schon gebeutelt. Da wären auch nach der Genesung Einsätze zunächst unmöglich gewesen. Und in einer Kampfsportart wie Judo treten halt auch immer wieder Verletzungen auf.“

Den Auftakt beim Vorjahresvierten in Speyer bezeichnet der Trainer „als harte Nuss, die es zu knacken gilt“. Mit Rang fünf in der 10er-Liga, also dem Ergebnis der vergangenen Saison, wären die Offenbacher auch 2022 hoch zufrieden. Liotta will dieses Ziel mit einem 32 Mann starken Kader angehen.

Klasse bis 60 Kilogramm

In Hratschik Latschinian haben die Offenbacher einen Athleten aus Spremberg (Bundesliga Nord) geholt. Der 25-Jährige war 2021 Fünfter der Deutschen Meisterschaft. Er stammt aus Geisenheim im Rheingau-Taunus-Kreis. „Er ist bei uns schon voll eingegliedert, das ist eine echte Hausnummer“, sagt Liotta. Tarik Mahou ist ebenso auf der Kaderliste zu finden wie die Nachwuchskämpfer Toni Skoberne und Uros Djurdjevic. die noch wenig Wettkampferfahrung auf diesem Niveau haben. Der Niederländer Tibo Vollemann steht bei Bedarf bereit.

Klasse bis 66 kg

In Fabian Kühn haben die Offenbacher schon seit vielen Jahren einen deutschen Top-Athleten in ihren Reihen. Der aus Elz gekommene Alash Gashaev ist laut Liotta „sehr stark und absolut erstliga-tauglich“. Ismar Babic wechselte nach dem Bad Homburger Rückzug aus der 2. Liga nach Offenbach. Er wohnt in Frankfurt und hat früher schon in Offenbach trainiert.

Klasse bis 73 kg

„Da stehen wir super da“, sagt Liotta und verweist auf seine etablierten Athleten Leon Ehmig, Daniel Gleim und Daniel Sudermann. Hakub Latschinian (Bad Homburger TG) ergänzt zu Liottas Freude dieses Trio. Der Trainer erinnert sich mit Entsetzen an die vergangene Saison, als Ehmig, Gleim und Sudermann einmal gleichzeitig verletzt passen mussten, die Offenbacher wertvolle Punkte liegen ließen. Sascha Puzik kämpft sich nach einem Kreuzband-riss langsam wieder heran.

Klasse bis 81 kg

Der Grieche Athanasios Mylonelis sowie Philipp Schönfeld sind gesetzt. Auch Zugang Leon Schreder aus Bad Homburg soll auf seine Einsätze kommen. „Er ist noch ganz jung und schon ganz schön gut“, berichtet Liotta. Die erfahrenen Patrick Bitz und Markus Horn, gleichzeitig der Team-Manager des JC Samurai, stehen für den Notfall bereit.

Klasse bis 90 kg

Markus Seifert ist natürlich die Nummer eins. Der 22-jährige Neu-Isenburger zählt zu den stärksten deutschen Athleten in dieser Gewichtsklasse. Den Griechen David Tsokouris bezeichnet Liotta als „Allzweckwaffe“. Tsokouris, vergangene Saison meist noch in der Klasse bis 81 kg gemeldet, hat in der Bundesliga eine überragende Bilanz. In seinen 95 Kämpfen ging er 82 Mal als Sieger von der Matte. Er wird in dieser Saison auch wieder in der Klasse bis 100 kg aushelfen. Der erfahrene Nicolas Gerber, der vergangene Saison sogar gegen den späteren Deutschen Meister aus Abensberg punkten konnte, versucht nach einem Innenbandanriss, wieder an sein früheres Niveau heranzukommen. Dominik Schlegel und Viktor Noll stehen bereit, ebenso der junge Sven Seifert, der zuletzt schon Kurzeinsätze in der Bundesliga verbuchte.

Klasse bis 100 kg

Liotta setzt auf Eigengewächs Felix Herbst und Zugang Savellios Stafraridis. „Auch er ist noch jung, trainiert viel und sehr, sehr gut“, sagt Liotta. Mohammad Falahatpisheh, vergangene Saison aus Frankfurt nach Offenbach gekommen, hofft auf Einsätze. Georgios Malliaropoulos, Valentin Radu Miklos Cirjenics, Olympiateilnehmer 2016 in Rio, helfen aus, wenn Not am Mann ist.

Klasse über 100 kg

Der polnische Auswahlkämpfer Kamil Grabowski steht weiterhin im Samurai-Kader. „Er ist und bleibt ein Punktegarant, eine treue Seele und ein unglaublich zuverlässiger Athlet“, sagt Liotta über den 29-Jährigen. Tim Mentel will sich nach einem Fußbruch wieder herankämpfen.

Von Holger Appel

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