Nur mitgelaufen ist Bischoff nie

90-Jähriger gilt als Vater des Osterlaufs

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Gibt am Montag den Startschuss Rudi Bischoff.

Rodgau - Rudi Bischoff wird am Montag beim 40. Osterlauf des JSK Rodgau den Startschuss geben. Besser hätten die Organisatoren diese Position nicht besetzen können. Schließlich gilt Bischoff, der unlängst seinen 90. Geburtstag feierte, als der Vater des Osterlaufs.

Er organisierte 1978 die Erstauflage. Auf die Frage, wieviele Läufer damals ungefähr mitgemacht hätten, gibt es eine exakte Antwort: „168. “ Es wird schnell klar, dass sich Rudi Bischoff an die Premiere, bei der nur die 25-Kilometer-Distanz angeboten wurde, sehr gerne erinnert.
Eine Langlauf-Abteilung gab es bei der TGM Jügesheim, einem der Vorläufervereine des Jügesheimer Sport und Kulturvereins, bereits seit 1973. Maßgeblich initiiert von Rudi Bischoff und seiner 2016 verstorbenen Frau Edith, ebenfalls eine begeisterte Läuferin. Kurz darauf kam noch ein Lauftreff hinzu, für den die TGM die Patenschaft übernahm. In der Gruppe, erzählt Rudi Bischoff, reifte der Wunsch, sich auch mit anderen zu messen. Man nahm an Laufwettbewerben teil. „Irgendwann ist uns dann der Gedanke gekommen, dass wir auch mal selbst einen Lauf veranstalten sollten.“

Herausforderungen gab es in der Anfangszeit einige. Die Zeitnahme etwa war noch lange nicht so modern wie heute, wo die Läufer mit Chips unterwegs sind und die Ergebnisse zeitnah im Internet stehen. Bei den Zeitnehmern der ersten Osterlaufjahre war Handarbeit gefragt. „Wir waren nicht so professionell wie heute, hatten aber Erfahrungen bei anderen Läufen gesammelt und ein gutes System“, so Bischoff.

Selbst hat er bis 2003 an Laufveranstaltungen teilgenommen. Aber – das hat er mit den heutigen Machern gemeinsam – nie beim Osterlauf des eigenen Vereins. „Da hat man als Organisator einfach keine Zeit für.“ (ey)

Osterlauf in Jügesheim: Bilder

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