Rugby-Länderspiel

Nationalmannschaft verliert gegen Georgien

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Die Rugby-Nationalmannschaft verliert gegen Georgien mit 8:64.

Heusenstamm - Bei Sonnenscheinschein und eisiger Kälte musste die deutsche Rugby- Nationalmannschaft in Heusenstamm erwartungsgemäß eine Niederlage gegen Georgien einstecken. Von Valentin Schwing

Beim Comeback in der Europe Championship Division 1A verloren die DRV-Akteure am Samstag im Sportzentrum Martinsee gegen den Titelverteidiger mit 8:64 (8:31). Dabei fing alles ganz gut an. Vor knapp 2500 Zuschauern, darunter mehr als 1000 Georgier, und dem Ex-Heusenstammer Mark Sztyndera (mittlerweile beim SC 1880 Frankfurt) gingen die Deutschen per Dropkick von Jeremy Te Huia früh mit 3:0 in Führung. Davon ließen sich die Gäste vom Schwarzen Meer jedoch nicht beeindrucken und holten in doppelter Überzahl mit einem Versuch und dem folgenden Feldtor die ersten Punkte. Gegen den haushohen Favoriten gelang dem deutschen Aufsteiger in der Folge nur ein weiterer erfolgreicher Angriff. Beim Stand von 3:14 legte Steffen Liebig das Ei im gegnerischen Malfeld ab und stockte das Punktekonto damit auf acht Zähler auf.

Danach waren die Gäste in allen Belangen überlegen und ließen der DRV-Auswahl keine Chance. „Unsere Anfangsphase war top, danach sind wir aber vom Plan abgekommen“, analysierte DRV-Kapitän Sean Armstrong. Vor allem in der Abwehr taten sich Schwächen auf, die die Georgier eiskalt bestraften. „Wir haben einige unnötige Fehler gemacht. Es ist schon ein Unterschied, wenn man zur Pause 8:31 oder 8:26 hinten liegt“, haderte Bundestrainer Kobus Potgieter. Trotz der hohen Führung ließ Georgien nicht locker, stockte immer weiter auf.

Kapitän Armstrong sagte nach der Partie: „Klar, haben wir einige Fehler gemacht und dann den Faden verloren. Doch das ist ein Lernprozess, den wir machen müssen, um es am nächsten Samstag in Pforzheim gegen Russland besser anzugehen.“ Auch Trainer Potgieter zeigte sich keineswegs geknickt: „Wir wollten Gas geben und haben das zu Beginn sehr gut umgesetzt. Hinten waren wir vor allem zum Ende hin schwach. Da hat sich gezeigt, wie unterschiedlich die Kräfteverhältnisse sind. Phasenweise konnten wir mithalten, über die gesamte Distanz ist uns das aber noch nicht gelungen. Die Fehler werden wir analysieren und daran arbeiten, es in den kommenden Spielen besser zu machen.“

Klatsche für deutsche Rugby-Auswahl

Klatsche für deutsche Rugby-Auswahl

Die Partie der neuformierten Hessenauswahl gegen das Team der kanadischen Victoria-Universität war zuvor ausgefallen. „ Um 12 Uhr sollte es losgehen, doch der Platz war noch gefroren. Um Verletzungen zu vermeiden, haben wir uns dazu entschlossen“, kommentierte Jürgen Zeiger, Präsident des Heusenstammer Rugbyklubs, die Entscheidung. Von der großen Kulisse beim anschließenden EM-Spiel war er hingegen begeistert.

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