U18-EM: Vogel mit Bestleistung Vierte im Stabhochsprung

Müder Regenfuß Vize-Europameister über 200 Meter

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EM-Silber um den Hals, Hand auf dem Herzen: Daniel Regenfuß aus Egelsbach.

Offenbach - Sie wollte zum ersten Mal die Vier-Meter-Marke knacken, er es zumindest in das Finale schaffen. Sarah Vogel und Daniel Regenfuß haben bei der Leichtathletik-EM der U18 in Györ (Ungarn) beide ihre Ziele erreicht. Regenfuß sprintete sogar in die Medaillenränge. Von Christian Düncher 

Daniel Regenfuß hat es erneut spannend gemacht. Am Ende fehlte dem Egelsbacher, der für die LG Langen startet, aber die Winzigkeit von 0,04 Sekunden, um sich bei seiner ersten EM-Teilnahme gleich den U18-Titel auf der 200-Meter-Strecke zu sichern. Im Kopf-an-Kopf-Rennen mit Alexander Czysch (VfB Stuttgart) hatte er knapp das Nachsehen, nahm es aber sportlich. „Ich habe versucht, mich ins Ziel zu werfen und noch vor Alexander zu bleiben, aber er hatte den besseren Lauf, ich war etwas müde“, meinte Regenfuß. „Wir sehen das als Doppelsieg. Mein primäres Ziel war die Qualifikation für die Youth Olymic Games. Das ist mir mit der Finalteilnahme gelungen.“

Dritter wurde der Tscheche Jiri Pechar, mit dem es Regenfuß bereits im Halbfinale zu tun bekommen und ihn dort knapp besiegt hatte. Im Foto-Finish lag der 16 Jahre alte Egelsbacher in 21,31 Sekunden knapp vorne, war damit zudem der schnellste der 37 Athleten, Regenfuß war als Nummer eins der europäischen U18-Bestenliste angereist, Czysch als Nummer zwei. Im Finale liefen die beiden Deutschen in umgekehrter Reihenfolge ein. Zwar hatte Regenfuß bis kurz vor dem Ziel geführt, Czysch zog aber noch vorbei und schnappte sich in neuer Bestzeit (21,15 Sekunden) den Titel vor Regenfuß, der in 21,19 Sekunden die zweitschnellste Zeit seiner Karriere lief.

Seine Trainerin Sandra Ellinghausen war „unglaublich stolz“ auf Regenfuß. „Leider konnten Kevin Reuß und ich als Heimtrainer nicht selbst vor Ort sein. Aber wir haben zu Hause vor dem Fernseher mitgefiebert. Wir freuen uns auch schon auf die deutschen Meisterschaften, die diesen Monat ebenfalls noch anstehen. Dort wird er nochmals Gas geben.“

Sarah Vogel von der LG Seligenstadt schreit ihre Freude heraus nach neuer Bestleistung von 4,00 Metern im Stabhochsprung, die der 16-Jährigen Platz vier bei der U18-EM brachten.

Die ebenfalls erst 16-jährige Sarah Vogel (LG Seligenstadt) stellte im Stabhochsprung sogar eine persönliche Bestleistung auf, verpasste jedoch beim Sieg der Potsdamerin Leni Freyja Wildgrube (4,26 Meter) knapp eine Medaille. Sie übersprang erstmals vier Meter und belegte „einen hervorragenden vierten Platz“, wie ihr Vater und Trainer Michael Vogel betonte.
13 Springerinnen hatten sich für das Finale qualifiziert, darunter nur zwei Athletinnen des jüngeren Jahrgangs 2002. Eine von ihnen war Sarah Vogel. „Der Altersunterschied in diesen Jahrgängen macht einiges aus“, so Michael Vogel.

Sarah Vogel hatte gleich einen Fehlversuch, fand dann aber immer besser in den Wettkampf und überwand sogar 4,00 Meter souverän. Damit verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung um zehn Zentimeter. Bei 4,10 Meter war sie nicht chancenlos, aber es reichte nicht ganz. Nur die größere Anzahl an Fehlversuchen verhinderte Bronze. „Die Freude war dennoch riesengroß“, sagte ihr Vater. Der Erfolg ist umso höher einzustufen, da die Vorbereitung nicht gut verlief. Sarah Vogel hatte verletzungsbedingt mehrere Wochen kein Krafttraining für den Oberkörper durchführen und aufgrund eine Prellung des Sprunggelenks vor der EM nur stark eingeschränkt trainieren können.

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