12. Stefan-Haukler-Gedächtnisturnier

„Müssten viel öfter Turniere organisieren“

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Siegerbild in Offenbach. Paul Veltrup (links) gewann das Stefan-Haukler-Turnier vor Dean Müller, Tobias Weckerle und Lukas Kleiner.

Wieder einmal ein großes Lob für den Fechtclub Offenbach von 1863. „Das war in allen Bereichen Top of the Pops“, sagte Wettkampfmanager Uwe Neder in Anspielung an die legendäre Musikshow der BBC über das 12. Stefan-Haukler-Gedächtnisturnier.

Offenbach – Florina Plachta, Vizepräsidentin Sport des Fechtclubs Offenbach, war hochzufrieden. „Das war einfach klasse, ein tolles Turnier. Es hat alles geklappt von der Organisation und hat sportlich die Erwartungen erfüllt. Nach so einem Tag würde man trotz des ganzen Aufwands sagen, man müsste noch viel öfter Turniere organisieren.“ Doch bis dahin wird noch einige Zeit vergehen, bis zum 16. Mai 2020. Dann organisiert der Offenbacher Fechtclub die deutschen Junioren-Meisterschaften im Damendegen.

110 Degenfechter der Jahrgänge 2000 bis 2005, darunter Athleten aus Aserbaidschan, den Niederlanden, Frankreich, Bulgarien, Ungarn und Kolumbien standen in Offenbach auf der Planche, erstmals unter der Regie der neuen FCO-Vorsitzenden Gudrun Bayer. Sie konnte unter anderem die in Nordrhein-Westfalen lebende Schwester des 2006 in Budapest verstorbenen Fechtmeisters Stefan Haukler begrüßen. Der aus Rumänien stammende Haukler hatte den FCO von 1986 bis 2003 trainiert.

Der Krefelder Paul Veltrup setzte sich im Finale in der Fechthalle an der Senefelderstraße gegen Dean Müller (Bayer 04 Leverkusen) durch. Veltrup, Jahrgang 2001, räumt laut Plachta „zurzeit wirklich alles ab“, ist ein großer Hoffnungsträger des Deutschen Fechter-Bundes. Er gewann im vergangenen Jahr die Silbermedaille bei der Jugend-Olympiade im argentinischen Buenos Aires. Vor den Finals hatten in Anna Dergay und Lola Bock zwei Offenbacher Talente dem Publikum unter Anleitung von Trainerin Felicitas Peetz-Schuldenzucker ihren Sport in einem Schaukampf demonstriert.

„Die besten deutschen U20-Athleten waren alle da“

Auf den Rängen drei und vier in Offenbach landeten Lukas Kleiner (FC Tauberbischofsheim) und Tobias Weckerle (Bayer 04 Leverkusen). Dahinter platziert waren Fabio Murru (OFC Bonn) und Louis Bongard (Bayer Leverkusen). „Die besten deutschen U20-Athleten waren alle da. Die Top 6 aus Offenbach werden auch wieder die WM- und EM-Teilnehmer unter sich ausmachen“, berichtete Wettkampfmanager Neder, der aus Offenbach stammt, sich in jungen Jahren als Fußball-Torhüter (u.a. OFC U23) einen guten Namen gemacht hat.

Entgegen der ursprünglichen Ankündigung traten auch zwei Offenbacher aus dem U17-Bereich beim Heimturnier an: David Dergay, Jahrgang 2004, belegte immerhin Platz 39, Marco Schmidt (ebenfalls Jahrgang 2004) Rang 93. „David hat für sein Alter eine sehr gute Platzierung erreicht, die so nicht zu erwarten war. Bei ihm sieht man die gute Arbeit des neuen FCO-Trainers Gabriel Petrovici“, berichtete Neder. Dergay hatte schon vor kurzem beim Internationalen Zeppelin-Turnier in Friedrichshafen mit Platz sechs bei mehr als 100 Teilnehmern überzeugt. „David konnte jetzt bei uns in Offenbach einige enge Gefechte in der Vorrunde zu seinen Gunsten drehen. Ihm fehlt zwar noch ein bisschen die Erfahrung, aber er ist auf einem richtig guten Weg“, meinte Plachta zufrieden und hofft, dass aus dem eigenen Nachwuchs bald wieder ein Athlet auf den Spuren der erfolgreichen Offenbacher Aktiven Nikolaus Bodoczi oder Toni Kneist (der jedoch aus Berlin stammt) wandelt. Für Bodoczi und Kneist beginnt die neue Saison am Wochenende beim QB-Turnier in Reutlingen.  

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