Der nächste Heimkehrer

Nationalspieler Robert Haase will TGS Hausen in die 1. Rugby-Bundesliga führen

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Das Rugby-Ei im Blick. Der künftige Hausener Robert Haase (mitte) im Trikot der deutschen Nationalmannschaft bei einem Turnier in Hong Kong gegen die Cayman Islands.

Offenbach - Gerhard Felbinger ist bereits völlig begeistert, obwohl die Saison erst in vier Wochen startet. „Besser geht es nicht“, sagt der Sprecher des Rugby-Zweitligisten TGS Hausen und meint damit das neue Innen-Duo in der Hintermannschaft. Von Christian Düncher 

Dort wird neben Tobias Apelt (kam im Winter vom Erstligisten RK Heusenstamm zurück) künftig in Robert Haase ein weiterer hochkarätiger Heimkehrer auflaufen.

Haase war 2014 zum Erstligisten RG Heidelberg gewechselt und dort zum Siebener-Nationalspieler gereift. In Zukunft trägt er wieder das Trikot des Klubs, bei dem er einst mit dem Rugbyspielen begonnen hatte. „Den Master in Physik werde ich weiter in Heidelberg fortführen. An den regelmäßigen Trainingseinheiten der deutschen Siebener-Nationalmannschaft am Stützpunkt Heidelberg werde ich natürlich weiter teilnehmen, dies wird auch weiter im Rugby meine erste Priorität sein. Der Wechsel zu Hausen wurde erst dadurch möglich gemacht, dass der Kontakt zwischen mir und der Mannschaft in den letzten vier Jahren niemals abgebrochen ist und ich mich bei der Hausener Mannschaft trotz Zugehörigkeit zur RG Heidelberg immer sehr wohlgefühlt habe“, berichtet Haase und ergänzt: „Zusätzlich sehe ich in der Hausener Mannschaft ein großes Potenzial an talentierten Rugbyspielern. Mit meiner Erfahrung der letzten Jahre in der 1. Liga möchte ich dieses Potenzial nutzen und gemeinsam mit den Rugby-Löwen den Weg in die 1. Bundesliga gehen. Es ist einfach Zeit, dem Verein etwas zurückzugeben.“

Felbinger sagt: „Da Roberts Familie immer noch in Hausen lebt, war er oft bei uns. Er blieb dem Verein stets freundschaftlich verbunden und hatte auch weiter Kontakt zu einigen Spielern. Da er Teil des Siebener-Nationalteams bleibt, wird er uns eventuell das eine oder andere Mal nicht zur Verfügung stehen. Aber das ist alles abgesprochen.“

Es sei Teil der Vereinsphilosophie, „dass wir Jungs zurückholen und im Verein halten“, erklärt Felbinger. „Wir haben denen, die gegangen sind, immer das Beste gewünscht. Sie wussten: Wer weggeht, kann immer wiederkommen.“ Robert Haase ist nur das jüngste Beispiel. Vorher war bereits Robin Schild (studiert in Köln und spielte zwischenzeitlich auch dort) nach Hausen zurückgekehrt. Auch Christian Bettner wird nach einem Auslandsaufenthalt künftig wieder für die TGS spielen. Fehlt nur noch dessen Bruder Marc-André, der seit 2013 für den Erstligisten RK Heusenstamm spielt und zu den Stammkräften zählt. Felbinger stellte jedoch klar: „Wir werben niemanden ab. Das Signal muss vom Spieler kommen.“

Mit den Zugängen Robert Haase, Christian Bettner und Georgi Elisashvili (RK Heusenstamm) sind die Personalplanungen der TGS Hausen ohnehin „für die Hinrunde abgeschlossen“, berichtet Felbinger. „Wir haben ausreichend Tiefe im Kader und wollen eventuell sogar eine Reserve stellen.“ Zur Not auch ohne den BSC Offenbach, der als Partner für eine Spielgemeinschaft wohl wegfällt, da er aufgrund der fehlenden Zustimmung des hessischen Verbandes für den Aufstieg in die 2. Bundesliga und den Wegfall der 3. Liga künftig mit seiner ersten Mannschaft in der untersten Klasse (Regionalliga Hessen) wird spielen müssen.

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