Handball-Bezirksoberliga

Neu-Coach Peter Corell setzt mit HSG Maintal auf Tempo: „Den kürzesten Weg zum Tor suchen“

Der neue Coach: Peter Corell hat eine klare Vorstellung davon, welchen Handball er mit der HSG Maintal spielen will. Tempo und jede Menge Zug zum Tor wird es in der neuen Saison zu sehen geben.
+
Der neue Coach: Peter Corell hat eine klare Vorstellung davon, welchen Handball er mit der HSG Maintal spielen will. Tempo und jede Menge Zug zum Tor wird es in der neuen Saison zu sehen geben.

Sportlich interessant müsste eine neue Aufgabe als Handball-Trainer sein, sagte Peter Corell im Februar im Gespräch mit dem HA über sein Ende beim Bezirksoberligisten TSV Klein-Auheim. Nun scheint der 41-jährige Hochstädter eine solche Aufgabe gefunden zu haben, denn der zweifache Familienvater ist der neue Coach der ersten Männermannschaft der HSG Maintal.

Maintal – „Das stimmt, die Aufgabe ist sportlich sehr interessant, denn es ist eine junge Mannschaft. Der älteste Spieler ist 25 Jahre alt. Die Jungs weiterzuentwickeln, wird spannend sein“, sagt Peter Corell über sein neues Engagement bei der HSG, die ebenfalls in der Bezirksoberliga spielt. Zwar kennt er seine neue Mannschaft als Gegner, wusste aber wegen der etwa eineinhalb jährigen Pause aufgrund der Corona-Pandemie nicht, was ihn genau erwartet. Vorgefunden hat der Maintaler eine Mannschaft, die er kurzum als „jung und willig“ bezeichnet. Der Kader der HSG Maintal bleibt nahezu unverändert, lediglich Keeper Fabian Gässer habe einen Vereinswechsel signalisiert. Mit Jonas Treutler und Stefan Vogel sowie Nachwuchskeeper Jan Specht (Zweitspielrecht für A-Jugend der HSG Preagberg) sieht Peter Corell sein Team „sehr gut aufgestellt“.

Dabei hat der Maintaler bereits mehr als nur eine Idee, wie er die jungen Wilden spielen lassen will: „Ich bin ein Freund von schnellem Handball nach Ballgewinn und davon, immer den kürzesten Weg zum Tor zu suchen.“ Die entsprechenden Spielertypen auf den Außenpositionen, die nach Ballgewinn in der eigenen Defensive dafür zuständig sind, das Spiel schnell zu machen und den Ball flott nach vorne zu treiben, hat er bei der HSG zur Verfügung.

Eigene aktive Karriere ist beendet

Dementsprechend strebt Peter Corell, der im Dress des TSV Klein-Auheim als Spielertrainer selbst noch auf der Platte stand, eine aktive 6:0-Deckung, wobei besonders die Außenspieler etwas offensiver agieren, und eine 5:1-Variante an. Es wird ab Ende Oktober, wenn die Handball-Saison auf Bezirksebene starten soll, also temporeich in der Maintalhalle zugehen. Allerdings wird sich der 41-jährige Coach dann ausschließlich auf seine Tätigkeit neben der Seitenlinie konzentrieren: „Da müsste wirklich sehr sehr viel passieren, wenn ich noch einmal spielen sollte – dann wäre was Schlimmeres passiert und das hoffe ich natürlich nicht.“

Wird die HSG Maintal also von einer heftigen Verletzungswelle verschont, dann ist die aktive Karriere von Peter Corell beendet. Begonnen hat seine Laufbahn zwar bei den Handballern der Freien Turnerschaft Dörnigheim, dennoch sieht der Fan von Eintracht Frankfurt den TV Kesselstadt und die später daraus hervorgegangene HSG Hanau als seine sportliche Heimat. „Ich habe von den Minis bis zur C-Jugend in Dörnigheim gespielt. Den Verein HSG Maintal kenne ich eigentlich nur als Gegner. Mein Herz sagt, mein Heimatverein ist der TV Kesselstadt“, sagt der Hochstädter ehrlicherweise. Ab der C-Jugend, als es im Handball ans Eingemachte ging, trug der linke Rückraumspieler das Jersey des TV Kesselstadt.

Mit der B-Jugend spielte er in der Oberliga und erlebte als junger Aktiver unter Coach Reiner Kegelmann, heutiger Leiter der Aktiven bei der HSG Hanau, dramatische Spielzeiten, in denen die Kesselstädter „um den Aufstieg in die Landesliga gerungen“ haben. Eine der prägendsten Erinnerungen ist für den Familienvater dann auch der Moment, als der langersehnte Aufstieg endlich geschafft war. Mit der HSG Hanau hat der Rückraumspieler auch noch den Aufstieg in die Oberliga klar gemacht, ist danach aber auf eigenen Wunsch in die zweite Mannschaft zurück gerückt.

Peter Corell will junge Spieler weiterentwickeln

Um mehr Zeit für seine Frau und die beiden gemeinsamen Töchter haben zu können, die heute sieben und neun Jahre alt sind, ist Peter Corell schließlich freiwillig in die dritte Mannschaft in der Bezirksliga A und später Bezirksoberliga gegangen. Dort hat er mit den jungen Talenten gearbeitet, die bei der HSG nicht Teil der A-Jugend-Bundesligamannschaft waren, und diese in den Aktivenbereich integriert. „Das Bindeglied für junge Spieler zu sein, hat Spaß gemacht“, sagt der leidenschaftliche Handballer, der nach einer einjährigen Handball-Pause und der zweijährigen Station beim TSV Klein-Auheim nun zurück in Maintal ist.

Zwar ist die HSG Maintal nicht sein Heimatverein, aber die Aufgabe, die Peter Corell dort übernommen hat, ist eine Herzensangelegenheit für ihn: Mit jungen Talenten im Aktivenbereich arbeiten – eben eine sportlich interessante Aufgabe. (Von Julia Meiss)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare