Gruppenliga

Neuer Coach von Aufsteiger Germania Dörnigheim hat seine Ziele im Blick

Fussball Kreisoberliga HU, VfR Kesselstadt - Spvgg Rossdorf
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Starkes Team, große Ziele: Sven Reuter (zuletzt Trainer bei der Spvgg. Roßdorf) will mit Germania Dörnigheim in der Gruppenliga Frankfurt Ost weiter für Furore sorgen.

Sven Reuter, der neue Trainer von Germania Dörnigheim, trainierte auch schon den FSV Bischofsheim. Aus Roßdorf bringt er einen Offensivspieler mit.

  • Sven Reuter schwingt nun bei der Germania Dörnigheim das Zepter
  • Vorher war er unter anderem Trainer beim FSV Bischofsheim
  • Von Roßdorf bring Reuter einen Offensivspieler mit

Germania Dörnigheim spielte als Aufsteiger in der Gruppenliga Frankfurt Ost bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie eine famose Runde. Die Maintaler durften zwischenzeitlich sogar vom Durchmarsch in die Verbandsliga Süd träumen und landeten letztlich aufgrund der Quotienten-Regelung hinter Meister SV Pars Neu-Isenburg und den Sportfreunden Seligenstadt auf dem dritten Rang. Auch in der neuen Saison wird die Germania wieder zu den Favoriten zählen. Spannend wird sein, wie sich der anstehende Trainerwechsel in Dörnigheim auswirken wird. 

Ab sofort schwingt Sven Reuter am Sportgelände an der Dicken Buche das Zepter, Aufstiegstrainer Hicham Abdessadki verlässt den Verein und wird künftig für den A-Ligisten BSC Frankfurt auflaufen. Reuter wiederum ist in der Maintaler Fußballszene wahrlich kein Unbekannter. Viele Jahre trainierte der mittlerweile 50-Jährige den Nachbarverein FSV Bischofsheim in der Gruppenliga. Nach einem kurzen Abstecher zum damaligen Verbandsligisten SV Altwiedermus betreute Reuter zuletzt die Spvgg. Roßdorf. Von dort bringt der neue Übungsleiter nun mit Offensivspieler Emir Draganovic einen alten Bekannten mit nach Dörnigheim. 

Draganovic folgt Reuter zur Germania Dörnigheim

Der in früheren Jahren nicht immer pflegeleichte Spieler kickte schon in Bischofsheim unter Reuter und machte auch schon bei der Germania als Torjäger von sich reden. „Emir ist älter und ruhiger geworden. Im vergangenen Jahr in Roßdorf hat er kaum Karten gesehen“, erinnert sich Reuter. 

In der von Liga-Toptorjäger Emanuel Becker angeführten Offensivabteilung ist Draganovic nun eine weitere Alternative, genauso wie der junge Nils Schernick, der vom Ligarivalen FC Bayern Alzenau II nach Dörnigheim wechselte. Der dritte bislang fixe Neuzugang ist Julian Skok. Der aufgrund seiner unbequemen Spielweise bei den gegnerischen Stürmern gefürchtete Abwehrhaudegen lief zuletzt für den Aschaffenburger Kreisligisten FC Hochspessart auf und war davor unter anderem ebenfalls für den SV Altwiedermus aktiv. Außer Hicham Abdessadki gibt es beim Tabellendritten bislang keine weiteren Abgänge, wenngleich Cihan Aydin und Patrick Schreiber aus privaten Gründen kürzertreten wollen und wohl keine Stammkräfte im Gruppenligakader mehr sein werden. Ex-Spielertrainer Abdessaki lassen die Germania-Verantwortlichen nur ungern ziehen. „Wir hätten ihn als Spieler und Menschen sehr gerne behalten“, sagt Germania-Sportchef Jochen Kostiris. 

Berufliche Gründe zwangen Reuters Vorgänger bei der Germania Dörnigheim zu einem Wechsel

Berufliche und private Gründe haben bei Abdessadki jedoch zum Entschluss geführt, nicht mehr in der Gruppenliga spielen zu wollen. „Er hat beim BSC Frankfurt einige Freunde, kann dort mit dem Fahrrad hinfahren und ist jetzt auch in einem Alter, wo man nicht mehr so viel Zeit für den Fußball investieren möchte, wenn man beruflich stark eingebunden ist“, zeigt Sven Reuter Verständnis für die Entscheidung seines langjährigen Führungsspielers aus Bischofsheimer Zeiten. 

Die Trennung von Germania Dörnigheim und Hicham Abdessadki sei eine im Guten gewesen, bestätigt auch Jochen Kostiris. Der Sportliche Leiter und Sven Reuter sehen den Kader für die kommende Runde gut aufgestellt, personelle Engpässe sind nicht zu erwarten. „Es wird bestimmt nicht jeder die Spielzeit erhalten, die er sich wünscht, doch ich sehe da keine Probleme, weil die Jungs sehr respektvoll miteinander umgehen“, sagt Reuter. Am Donnerstagabend war er erstmals verantwortlich bei seinem neuen Verein auf dem Sportgelände zugegen. „Der Verein hat das Hygienekonzept vorbildlich umgesetzt und in den vergangenen Wochen regelmäßig zwei Mal die Woche trainiert“, berichtet Reuter. 

Jetzt soll es aber eine kurze Pause geben, bevor Reuter im Juli zum Start der Vorbereitung bitten wird. Die Ziele werden ambitioniert sein. „Wir haben eine gute Mannschaft und wollen schon vorne mitspielen“, erklärt Sven Reuter. Von einem Selbstläufer geht der erfahrene Übungsleiter jedoch nicht aus. „Es gibt noch viele andere starke Mannschaften in der Gruppenliga Frankfurt Ost und nach der starken Saison wird meine Mannschaft jetzt von den Konkurrenten jetzt ganz anders wahrgenommen.“

Quelle: Hanauer Anzeiger

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