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OFC-Handballer geraten in Abwärtsspirale

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Unsanft ausgebremst. Dietzenbachs Carolin Rotter gegen Darmstadts Sarah Jakob (links).
Unsanft ausgebremst. Dietzenbachs Carolin Rotter gegen Darmstadts Sarah Jakob (links). © postl

Offenbach – Die Handballer der HSG Langen und von Kickers Offenbach haben einen Fehlstart in der Auf-, beziehungsweise Abstiegsrunde der Landesliga hingelegt. Auch die Frauenteams aus der Region starteten überwiegend enttäuschend.

MÄNNER

Landesliga-Aufstiegsrunde

TV Gelnhausen II - HSG Langen 35:12 (14:6). Der ohnehin favorisierte Tabellenzweite wies die auch noch ersatzgeschwächt angetretenen Langener, denen zudem die lange Spielpause seit 10. März anzumerken war, klar in Schranken. „Mit solch einer Leistung gewinnen wir kein einziges Spiel in dieser Runde“, stellte HSG-Trainer Sebastian Poeck ernüchtert fest.

In der ersten Viertelstunde war die Langener Welt noch in Ordnung (5:4), dann aber ließen sich die Gäste den Schneid abkaufen (10:4, 14:6 zur Pause). Nach Wiederanpfiff ging es unspektakulär weiter. Die Drittliga-Reserve aus Gelnhausen legte nach dem 23:10 zunächst einen 10:0-Tore-Lauf hin, ehe sie locker zum letztlich überlegenen 35:12-Sieg gelangte. Während Gelnhausen mit nun 12:2 Punkten an Spitzenreiter TuS Griesheim (14:0) dranbleibt, liegen die Langener mit 4:10 Zählern auf Rang sechs.

HSG Langen: Schally; H. Metzger (2), Scherin, Purucker, Skötsch (1), Duda, Nagel (1), Oldenburg (1), Schneider (1), Kretschmann (1), L. Metzger (1), Raschke (3), Jost (1)

Landesliga-Abstiegsrunde

OFC Kickers - TSV Pfungstadt 23:25 (11:16). Die Kickers legten zum Start in die Abstiegsrunde nach fünfwöchiger Spielpause engagiert los und erkämpften sich mit ihrer offensiven Abwehr dreimal den Ball, verwarfen ihn aber jeweils in Windeseile wieder. „Wir gerieten dadurch in eine Negativspirale, was der Gegner gnadenlos ausnutzte“, sagte Trainer Christian Seliger, dessen Team über 1:4 und 3:7 mit 7:14 (26.) in Rückstand geriet.

Die Kickers bewiesen zwar Moral und kämpften sich sechs Minuten vor Schluss auf 21:22 heran. Die Aufholjagd hatte aber zu viel Kraft gekostet.

„Wir müssen irgendwann mal anfangen zu punkten“, sagte Seliger, dessen Team als Vorletzter mit 2:8 Zählern nur noch geringe Chancen auf den Klassenerhalt hat.

Kickers Offenbach: Rieth, F. Ritter; Adolph (7), H. Pröse, Sauer (1), Weis, Kuhn (1), Engelhardt, Markovic (7/5), J. Beyer (1), M. Ritter (3), T. Beyer (3), Huber

FRAUEN

Landesliga-Aufstiegsrunde

HSG Dietzenbach - TGB Darmstadt 19:23 (11:13). Nach 3:8-Fehlstart (10. Minute) kämpften sich die Dietzenbacherinnen bis zur Pause wieder heran und hielten das Spiel bis zur 56. Minute (19:21) offen. Dann aber behielt der Favorit aus Darmstadt die Nerven und machte den Sack zu. HSG-Trainer Julian Wurm: „Wir hatten vorne viele technische Fehler, was Darmstadt mit Gegenstößen ausgenutzt hat. Der Kampfgeist hat gestimmt. In den entscheidenden Phasen haben wir unsere Tore nicht gemacht, da war die TGB abgezockter.“ Während die TGB mit nun 8:2 Punkten Spitzenreiter TV Langenselbold (8:0) auf den Fersen bleibt, ist die HSG Dietzenbach mit 2:8 Zählern Letzter.

HSG Dietzenbach: Lena Kaupp, Jonnek (1), Spinola (1/1), Zellner (1), Bonifer (8/4), Bott, Rotter (3), Hartmann (1), Metz (1), Behrendt, Held, Lea Kaupp, Noll (3)

Landesliga-Abstiegsrunde

HSG Rodgau Nieder-Roden II - ESG Crumstadt/Goddelau 30:30 (16:14). In einer dramatischen Schlussphase verlor Rodgau einen Punkt, hat aber mit 5:9 Zählern weiter nur zwei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. In der zweiten Halbzeit wechselte die Führung ständig. In Unterzahl gelang Rodgau in der Schlussminute das 30:29, mit der Schlusssirene wurde aber per Siebenmeter noch der ärgerliche Ausgleich kassiert. HSG-Coach Jürgen Krüger war dennoch nicht unzufrieden: „Wir sind ersatzgeschwächt angetreten. Viele waren beruflich verhindert und wir haben mit drei A-Jugendlichen aufgefüllt. Ich finde, wir waren über das ganze Spiel das bessere Team, aber leider zu inkonsequent in der Chancenverwertung. Ich bin mehr als zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wenn wir das Niveau halten, ist der Klassenerhalt vielleicht doch noch möglich.“

HSG Rodgau Nieder-Roden II: Gutacker (5), Thiam (5), Eichler (3), Ochs (2), Schäufler, Krüger (4), Scheitzger, Grimm, Avemarie (1), Neubauer, Abdelzaher, Vogel, Wohlfahrt (10/1), Resch

SG Egelsbach - FSG Odenwald 17:30 (9:12). Die SGE konnte nur bis zur 31. Minute (10:12) Paroli bieten. Dann zogen die erfahrenen Odenwälderinnen das Tempo an und enteilten Tor um Tor. In der 40. Minute betrug der Abstand erstmals zehn Tore (11:21). SG-Trainer Daniel Stroh war sauer: „In der zweiten Halbzeit haben wir das Handballspielen eingestellt und entsprechend war die Höhe der Niederlage verdient.“ Während die FSG mit 11:3 Punkten Zweiter bleibt, hat die SGE mit 1:13 Punkten nur äußerst geringe Chancen auf den Klassenerhalt.

SG Egelsbach: Thiel, Hirsch (3/2), Lehrmann (3), Vehlow (3), Hübner, Wellner (1), J. Kraft (3), Winkler (1), Werner (2), Saper, Hedrich, F. Kraft (1)

HSG Dreieich - TV Bürgstadt 33:38 (18:14). Nach einer guten ersten Halbzeit Dreieichs drehte Bürgstadt das Spiel nach der Pause in nur neun Minuten auf 18:20 und kam anschließend zu einem sicheren Sieg. HSG-Trainer Sacha Lehnhardt: „Die zweite Halbzeit war das reinste Chaos. Wir haben zu viele Bälle weggeworfen und das Glück nicht auf unserer Seite. Mit zwölf technischen Fehlern kann man kein Landesliga-Spiel gewinnen. Da sind wir selbst dran schuld.“

HSG Dreieich: Seyffert, Jacob, Lindner (4), Fink (2), Stimpel (1), von Gaisberg (6), Mitterwggwe (3), Wintterlin (1), Eberle, Bittner (5), Marschall, Holzmann (4), Weil (7/5), Helmstädter  kat/mag

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