Rugby: „Wir haben Großes vor“

BSC Offenbach plant nach Aufstieg in 2. Liga nächsten Schritt

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Der BSC Offenbach (schwarze Trikots) will mit seinem Rugbyteam hoch hinaus: Das langfristige Ziel ist die Rückkehr in die 1. Liga.

Offenbach - Der BSC Offenbach ist auf die nationale Rugby-Bühne zurückgekehrt. Und zwar im Schnelldurchgang. Vor anderthalb Jahren hatte der Ligapokalsieger von 1994 sein einziges verbliebenes Aktiven-Team zurückgezogen. Künftig wird die erste Mannschaft in der 2. Bundesliga spielen – und die Reserve in der Regionalliga. Doch dabei soll es nicht bleiben. Von Christian Düncher 

„Wir wollen langfristig zurück in die 1. Liga“, stellt BSC-Sprecher Bruno Vrga klar. „In Deutschland hat das Geld den Rugbysport erreicht. Wir verfügen über die nötigen Mittel, wollen aber mit Vernunft wachsen. Kontinuität ist das Ziel.“ Ihre erste Mannschaft wollen die Offenbacher laut Vrga zur „Gallionsfigur“ machen und mit ihr in zwei, drei Jahren den nächsten Schritt gehen – ins Oberhaus. Die Nachwuchsspieler benötigen schließlich Vorbilder, um im Verein gehalten zu werden.

„Ein Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf der Jugend“, betont Vrga. „Wir haben in diesem Bereich Großes vor.“ Was genau, darüber will sich der BSC-Sprecher noch nicht äußern. Fakt ist: Die Offenbacher stellen in allen Altersklassen – von der U8 bis zur U18 – jeweils ein Team, wenn auch teilweise in einer Spielgemeinschaft mit dem HSV Götzenhain. In der U16 war der SC Neuenheim aus Heidelberg der Partner. „Das hat gut geklappt. Unsere Talente haben viel gelernt. Aber Neuenheim ist schon relativ weit weg“, so Vrga. Daher ist der BSC auf der Suche nach einem neuen Partner. Gespräche gibt es mit der TGS Hausen, deren erste Mannschaft ebenfalls in der 2. Liga spielt. Für Vrga wäre das aber kein Problem: „Die TGS Hausen hat die Ambition, aufzusteigen, wir noch nicht.“

Erst mal will sich der BSC in der 2. Liga etablieren, sofern er überhaupt in dieser spielen darf. Der hessische Verband hatte nämlich dagegen interveniert, dass die Offenbacher nach ihrem Rückzug sofort mit einer Mannschaft in der 3. Liga starten – und mit der anderen in der Regionalliga. Bislang jedoch ohne Erfolg. Und Vrga geht auch nicht davon aus, dass es Einwände geben wird: „Ich sehe keinen Grund, uns nicht aufsteigen zu lassen. Wir haben die Runde ganz normal gespielt und uns sportlich qualifiziert.“ Als Vizemeister hinter dem SC Frankfurt 1880 III, der nicht aufsteigen kann. „Zudem erfüllen wir alle Lizenzkriterien“, so Vrga. „Ich gehe zu 100 Prozent davon aus, dass wir kommende Saison in der 2. Liga spielen. Dafür werden wir uns qualitativ und quantitativ verstärken müssen, sonst könnten wir dort nicht bestehen.“

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