Auch drei neue Kunstrasenplätze sind nötig

Offenbach träumt von Skater- und BMX-Anlage

Offenbacher Traumvorstellung. Öffentliche Sportstätten, wie hier eine BMX-Anlage, wären wünschenswert. Das ergab die Umfrage unter Mitgliedern der Vereine und in der Bevölkerung.
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Offenbacher Traumvorstellung. Öffentliche Sportstätten, wie hier eine BMX-Anlage, wären wünschenswert. Das ergab die Umfrage unter Mitgliedern der Vereine und in der Bevölkerung.

Der Sportstättenentwicklungsplan für die Stadt Offenbach ist fertig. Ein Blick auf die geplanten Sportstätten und -veranstaltungen.

Offenbach – „Die nächsten Wochen werden spannend für den Sport in unserer Stadt.“ Das versichert Manfred Ginder, Leiter des Offenbacher Sportmanagements, in einer Zeit, in der die Corona-Pandemie fast alles lahm gelegt hat, aufgrund der fortschreitenden Impfungen und der sinkenden Inzidenzzahlen aber langsam wieder Licht am Ende des Tunnels zu erkennen ist.

Der Blick auf die Stadt: Der 2018 von der Stadtverordnetenversammlung gewünschte Sportstättenentwicklungsplan ist fertig. Sobald die neue Koalition mit der Sportkommission auf Grundlage des Plans eine Prioritätenliste erarbeitet hat, kann die Umsetzung beginnen. Neben den Sportstätten wirft Ginder auch noch einen Blick auf die Veranstaltungen, verbunden mit der Sportförderung.

SPORTSTÄTTEN

Bei der Befragung in den Vereinen und der Bevölkerung rückten Schwimmbad, Kunstrasenplätze sowie Sport- und Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum in den Fokus. Ginder fügt noch die LED-Flutlichtanlagen an, mit denen auch die Nutzungszeiten ausgeweitet werden sollen.

Schwimmbad

Kein Geheimnis: Das Schwimmbad auf der Rosenhöhe, vom EOSC 1896 betrieben, muss dringend saniert werden. „Da werden jetzt mehrere Varianten näher beleuchtet, es geht um einen zweistelligen Millionenbetrag, der investiert werden muss. Aber das muss und wird die Stadt mit Zuschüssen vom Land angehen, das steht außer Frage. Das Wie ist jetzt entscheidend und spannend“, versichert Ginder.

Manfred Ginder Sportmanagement

Kunstrasenplätze

Der neue Kunstrasen bei der SKG Rumpenheim soll bis September fertig sein. Der vorhandene Kunstrasenplatz am Eichwaldweg (BSC 99) ist laut Ginder „in die Jahre gekommen“ und muss daher in naher Zukunft saniert werden. Neue Kunstrasenplätze sind nötig in Tempelsee (SV Gemaa), am Bierbrauerweg (VfB 1900) und perspektivisch an der Mühlheimer Straße. Ginder berichtet zudem von einem bereits angelaufenen Pilotprojekt am Bierbrauerweg. Die stark frequentierten Strafräume des natürlichen Rasens mit Flutlicht oberhalb des Hauptfeldes werden mit Hybrid versehen, also mit Kunstrasen verstärkt, um für eine längere Haltbarkeit zu sorgen.

Öffentliche Sportanlagen

„Wir haben in unseren Offenbacher Vereinen ein breites Angebot, aber die Forderung nach öffentlichen Sport- und Bewegungsstätten gibt es mittlerweile in jeder Großstadt. Da sind wir keine Ausnahme. Leider will nicht mehr jeder in einem Verein Mitglied werden“, sagt Ginder. Ganz oben auf der Wunschliste stehen Spiel- und Bewegungsflächen mit vielfältigen Angeboten für alle Generationen. Wie der Hafenpark in Frankfurt, direkt vor der Europäischen Zentralbank. Dort haben sich Skater- und BMX-Anlage, multifunktionale Spielfelder, Kletter- und Klimmparcours sowie eine Fitnessanlage für Senioren zu einem Publikumsmagnet entwickelt.

LED-Flutlichtanlagen

Laut Ginder sollen noch in diesem Jahr sämtliche vom Sportmanagement betreuten Flutlichtanlagen in der Stadt mit den umweltfreundlichen LED-Lampen ausgerüstet werden. Zudem will die Stadt ein Problem lösen, das jeden Amateurfußballer im Monat September mit der früh einsetzenden Dunkelheit nervt. „Wir werden an die vorhandenen Flutlichtanlagen an den Kunst- und Hartplätzen zusätzliche LED-Lampen in die andere Richtung anbringen, um den benachbarten natürlichen Rasen zu beleuchten. Dann kann da im September viel länger trainiert werden“, kündigt Ginder an. Möglich ist das zum Beispiel beim FC Germania Bieber, beim VfB oder beim SV Gemaa Tempelsee.

VERANSTALTUNGEN

„Wir steuern hoffentlich Richtung Normalität, wir planen“, sagt Ginder und verweist zunächst auf die Veranstaltung im Juni mit Oberbürgermeister Felix Schwenke. Sie heißt „OB vor Ort - Sportvereine exklusiv“. Dabei will Schwenke gezielt auf die derzeitige Situation in den Sportvereinen eingehen und erfahren, welche Auswirkungen die Pandemie hat, um anschließend über Corona-Hilfen entscheiden zu können. „Wir haben wegen der Pandemie und ausgefallenen Veranstaltungen wie der Sportgala weniger Geld ausgegeben als geplant. Der OB möchte mit diesen eingesparten Mitteln die Vereine wie schon im vergangenen Jahr unterstützen.“, kündigt Ginder an, ohne ins Detail oder auf Beträge einzugehen.

Fest eingeplant sind der Tag des Sportabzeichens auf der Rosenhöhe (26. September) sowie der Kranlauf am Hafen (3. Oktober). Und nach einem Jahr Zwangspause spekuliert Ginder auch wieder auf die Hallenstadtmeisterschaft der Fußballer im Januar 2022 in der Bürgeler Sportfabrik. (Von Holger Appel)

Offenbacher Sportkommission

Involviert in die städtischen Planungen ist die in der vergangenen Woche neu gewählte Sportkommission, bestehend aus Mitgliedern der Offenbacher Vereine. Stimmberechtigte Mitglieder sind Manuela Damm, Peter Ortwein (WSV Offenbach), Andreas Leonhardt (TV Bieber), Gerhard Wander (Offenbacher Ruderverein) und Gudrun Bayer (Fechtclub von 1863). Die weiteren Mitglieder aus den Offenbacher Vereinen: Brigitte Fenn (DJK Sparta Bürgel), Norma Brehm (Reitverein), Patrick Ihlefeld (SG Rosenhöhe), Joachim Becker (EOSC 96) und Jürgen Uhlein (HFC Bürgel).

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