Offenbacher Medaillenträume in Wuxi

FCO-Fechter Sozanska und Schmidt bereiten sich auf WM in China vor

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Richard Schmidt hat uns dieses Bild aus Japan geschickt, wo sich die deutschen Degenfechter derzeit auf die WM in China vorbereiten. Es zeigt ihn mit Monika Sozanska, beide Fechter des FC Offenbach.

Offenbach - Die Vorbereitungen auf die Fecht-Weltmeisterschaft in der chinesischen Metropole Wuxi vom 19. bis 27 Juli laufen auf Hochtouren. Die 24 deutschen Athleten versuchen sich seit Montag im japanischen Numata zu akklimatisieren, darunter mit Monika Sozanska und Richard Schmidt auch zwei Degenfechter des FC Offenbach.  Von Holger Appel

„Japan ist super. Man gewinnt viele neue Eindrücke – und auch die Trainingseinheiten waren für mich bisher okay“, berichtet Monika Sozanska nach den ersten vier Tagen in Asien. „Wir wurden hier sehr herzlich empfangen, und ich fühle mich wirklich gut aufgehoben“, sagte Schmidt, im vergangenen Jahr bei der Heim-Weltmeisterschaft in Leipzig überraschend Dritter und damit einziger deutscher Medaillengewinner. „Ich habe es hier im Training zunächst etwas ruhiger angehen lassen, da ich in den vergangenen Wochen sehr intensiv gearbeitet habe. Es geht darum, mit der Zeitumstellung klar zu kommen und im Rhythmus zu bleiben.“

Der Zeitunterschied von Numata zu Frankfurt beträgt sieben Stunden, von Wuxi zu Frankfurt sechs Stunden. Am Montag reist die deutsche Auswahl dann weiter nach China. „Wir wollen mit der Mannschaft in die Top 8, werden bei möglichen Gegnern wie den USA oder Italien aber einen schweren Kampf haben“, berichtet Sozanska mit Blick auf den Teamwettbewerb, den sie mit Alexandra Ndolo, Alexandra Ehlert (beide Bayer Leverkusen) und Beate Christmann (FC Tauberbischofsheim) bestreitet.

Für den Einzelwettkampf will die 35-Jährige keine Prognose abgeben: „Ich habe gut trainiert, fühle mich körperlich besser als zuletzt bei der Europameisterschaft und hoffe, dass sich die positive Entwicklung auch im Ergebnis ausdrückt. Ich bin voll motiviert.“ Bei der EM vor vier Wochen in Novi Sad hatte die damals noch mit Verletzungsproblemen kämpfende Sozanska im Einzel Platz 40 und mit der Mannschaft Platz sieben belegt.

Schmidt, der in Japan seinen 26. Geburtstag gefeiert hat, will in China im Einzel „vorne mitmischen. Wie weit vorne, das kommt auf meine Tagesform, das Los, den Gegner und das Glück an. Mit einem Ergebnis in den Top 16 könnte ich am Ende gut leben.“ In der Mannschaft will er mit Lukas Bellmann, Marco Brinkmann (beide Bayer Leverkusen) und Stephan Rein (Heidenheim) ebenfalls weit vorne landen. Bei der EM in Novi Sad hatte Schmidt Bronze geholt im Einzel, mit der Mannschaft sprang jedoch nur Platz zwölf heraus.

Bilder von der WM 2017 in Leipzig:

Bilder: Offenbacher bei der Fecht-WM in Leipzig

Eberhard Theobald, Vorsitzender des Fechtclubs Offenbach, ist schon vor der WM mächtig stolz auf seine Athleten: „Ich freue mich sehr, dass wir Offenbacher bei einer WM doppelt vertreten sind. Richard hat mehrfach gezeigt, dass er auch großen Turnieren seinen Stempel aufdrücken kann. Und Monika trumpft mit ihrer großen Erfahrung auf. Sie werden den Fecht-Club Offenbach beim Saisonhöhepunkt in China sicher gut vertreten.“

Im vergangenen Jahr bei der WM in Leipzig stand in der künftigen Heidenheimerin Nadine Stahlberg eine weitere Offenbacherin auf der Planche. Sie zählt dieses Mal nach einer Phase mit vielen Verletzungen und Auszeiten nicht zum deutschen Kader.

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