Zweitligist Hausen dennoch Favorit gegen den SC Frankfurt 1880 II

Ohne Bräutigam und „Spieler des Jahres“

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David Schild hat sich bei der TGS Hausen gut entwickelt, fehlt jedoch vorerst.

Es ist keine Überheblichkeit, dass Rugby-Zweitligist TGS Hausen im Derby gegen den SC Frankfurt 1880 II (Samstag, 15 Uhr) in der Anfangsformation auf einen absoluten Leistungsträger verzichtet.

Hausen – Der libanesische Nationalspieler Firas El-Chami sitzt nur für den Fall der Fälle auf der Bank, weil es sich der aus Offenbacher stammende Hüne nicht mit seiner künftigen Ehefrau verscherzen will. „Er heiratet bald und da wäre ein blaues Auge nicht so gut“, scherzt Hausens Spielertrainer Tobias Apelt. Trotzdem ist die Entscheidung eine Überraschung. Die TGS muss nämlich gegen die Frankfurter Reserve auf weitere Stammkräfte verzichten. So fehlen unter anderem die im Ausland weilenden Brüder Robin (sechs Monate in Australien) und David Schild (drei Monate in Polen). Vor allem David Schild hinterlässt eine Lücke. „Er wurde 2018 bei uns zum Spieler des Jahres gekürt, weil er sich am extremsten entwickelt hat. Das ist für uns schon ein Verlust.“

Klagen will Apelt vor dem Duell des Spitzenreiters (sieben Spiele, 34 Punkte) mit dem Vierten (7./16) aber nicht. „Der eine oder andere fehlt immer. Aber wir sind so gut aufgestellt, dass wir das ausgleichen können. Ich bin positiv gestimmt, auch weil es für uns das erste richtige Heimspiel in diesem Jahr ist.“ Gegen die RT Münster (5.) hatte Hausen zum Auftakt der Restsaison zwar schon Heimrecht, gespielt wurde jedoch wegen einer Platzsperre beim BSC Offenbach. Die TGS gewann klar mit 62:0.

Zum Vergleich: Frankfurt musste sich gegen Münster zuletzt mit einem 23:23 begnügen. Apelt sieht die Reserve der Achtziger dennoch auf einem höheren Niveau. „Außerdem ist in einem Derby alles anders. Wir dürfen daher nicht leichtfertig sein, sonst bekommen wir Probleme“, warnt der Spielertrainer. „Da Frankfurts erste Mannschaft parallel auswärts antreten muss, bleiben wir aber davor verschont, dass einige Spieler, die dort nicht zum Einsatz kommen, in der Reserve aushelfen.“

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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