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Perfekte Ausgangslage für Hanau 93: Zwei Konstellationen führen zum Klassenerhalt

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Das Ziel Klassenerhalt vor Augen haben Hanaus Spielertrainer Kreso Ljubicic und Tarik Sejdovic. Ein Punkt im Heimspiel gegen Walldorf oder ein Punktverlust Bad Vilbels würden die 93er jubeln lassen.
Das Ziel Klassenerhalt vor Augen haben Hanaus Spielertrainer Kreso Ljubicic und Tarik Sejdovic. Ein Punkt im Heimspiel gegen Walldorf oder ein Punktverlust Bad Vilbels würden die 93er jubeln lassen. © Scheiber

Der FC Hanau 93 will am Samstag vor heimischer Kulisse an der Kastanienallee den Klassenerhalt feiern. Am vorletzten Spieltag der Abstiegsrunde der Fußball-Hessenliga reicht dazu gegen Rot-Weiß Walldorf (15 Uhr) ein einziger Punkt. Im Falle einer Niederlage wären die Hanauer auch durch, wenn der FV Bad Vilbel sein Auswärtsspiel beim KSV Baunatal nicht gewinnt.

Hanau – Trotz einer schwierigen Personalsituation eine gute Ausgangslage für die Mannschaft von Spielertrainer Kreso Ljubicic. „Wir haben alles in der eigenen Hand“, betont der Ex-Profi. Die jetzige Ausgangslage zwei Spieltage vor Saisonschluss hätten vor dem Start in die Abstiegsrunde wohl alle HFC-Verantwortlichen bedingungslos unterschrieben.

Im Hinspiel behielten die 93er bei den längst geretteten Walldorfern deutlich mit 5:0 die Oberhand. Ljubicic sieht im Hinspiel-Ergebnis aber auch eine Gefahr. „Ich selbst wäre nach einem 0:5 immer noch angefressen. Ich bin mir daher sicher, dass uns Walldorf nullkommanull schenken wird. Dafür kenne ich auch deren Trainer Artur Lemm zu gut“, meint der 33-Jährige, der in der vergangenen Saison unter dem jetzigen Walldorfer Übungsleiter bei Bayern Alzenau gespielt hat. „Artur macht in Walldorf einen richtig guten Job“, findet Ljubicic.

Heikel stellt sich die Personallage der 93er da. Mit Deniz Topcu und Niklas Biehrer sind die nächsten beiden Langzeitverletzten zu beklagen. Topcu hat sich beim umkämpften 0:0 in Bad Vilbel am vergangenen Freitag das Schlüsselbein ausgekugelt, Biehrer in dieser Woche einer geplanten Nasenoperation unterzogen. Ljubicic denkt nicht, dass beide Akteure in dieser Saison noch einmal zum Einsatz kommen werden. Für Sonntag wird zudem der angeschlagenen Dennis Gogol ausfallen, auch hinter dem Einsatz von Rico Kaiser steht noch ein dickes Fragezeichen. Dass mit Kristijan Bejic auch noch der beste Torschütze der 93er nach seiner Roten Karte ausfällt, trifft den Tabellensechsten richtig hart.

„Wir haben uns bewusst für einen kleinen Kader für die Aufstiegsrunde entschieden. Bislang ist das ja auch super aufgegangen, denn wir haben in zehn Spielen 20 Punkte geholt, weshalb ich auch megastolz auf die Mannschaft bin“, erzählt der HFC-Spielertrainer. Trotz der vielen Ausfälle ist Ljubicic für Samstag optimistisch. „Wir spielen zu Hause und wir werden alles dran setzen, dass wir den Klassenerhalt am Samstag schon klarmachen und wollen kein Endspiel am letzten Spieltag in Ginsheim.“

Das Formieren der Startelf ist für den Spielertrainer diesmal nicht einfach. „Es werden sicherlich Spieler aus der zweiten Mannschaft in der Startelf stehen“, prophezeit Ljubicic. Fünf Spieler aus dem Gruppenligateam (Mario Tokic, Adrian Bothor, Enis Yalcin, Ciaran Winstain und Jonas Richter) werden definitiv im Kader sein.

Die Taktik können die 93er auch ein klein wenig von den Ereignissen im Baunataler Parkstadion abhängig machen. Das Heimspiel des KSV gegen den Hanauer Abstiegskampfkonkurrenten Bad Vilbel wird bereits um 14.30 Uhr angepfiffen. Möglicherweise dürfen die 93er schon während des eigenen Spiels jubeln. „Sollte die Nachricht kommen, dass Bad Vilbel nicht in Baunatal gewonnen hat, dann wechsele ich mich sofort aus“, lacht Ljubicic.

Sollten die Wetterauer triumphieren, wird der HFC versuchen, gegen die stark eingeschätzten Walldorfer zumindest einen Punkt in Hanau zu behalten. „Grundsätzlich will ich immer gewinnen und wir werden sicher nicht vorab auf ein Unentschieden spielen, doch wenn die Konstellation so ist, dass wir den einen Punkt noch brauchen und es in der zweiten Halbzeit unentschieden steht, werden wir sicher nicht alles nach vorne werfen“, räumt Ljubicic ein.

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