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Platz elf um fünf Hundertstel verpasst: Colhoun springt bei Sportstadtachter Hanau als Schlagmann ein

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In der Ruder-Bundesliga hat sich der Sportstadtachter Hanau trotz Ausfällen gut geschlagen. Im finalen Rennen musste das Zielfoto über Sieg und Niederlage entscheiden.
In der Ruder-Bundesliga hat sich der Sportstadtachter Hanau trotz Ausfällen gut geschlagen. Im finalen Rennen musste das Zielfoto über Sieg und Niederlage entscheiden. © Foto: Alexander Pischke/Ruder-Bundesliga

Der Sportstadtachter Hanau beendet den dritten Renntag der Ruder-Bundesliga auf dem Wasserstraßenkreuz in Minden mit einem guten zwölften Platz. Damit hat er sich auch in der Gesamtwertung um einen Platz verbessert und liegt nun auch dort auf Platz zwölf.

Minden/Hanau – „Bei herrlichem Wetter fand der dritte Renntag der Ruder-Bundesliga auf der spektakulärsten Rennstrecke überhaupt statt“, heißt es in der Mitteilung der Hanauer Rudergesellschaft. 13 Meter über der Weser liegt die „Alte Brücke“ des Mittellandkanals, auf der die Rennen der Bundesliga vor einem begeisternden Publikum stattfanden.

Für den Sportstadtachter galt es nach zwei unglücklichen Renntagen in Minden endlich die Wende herbei zu führen und in der Tabelle den Weg nach oben zu finden. Allerdings hat Corona dem Team die Vorbereitung auf Minden sehr erschwert: Fast zwei Wochen war kein Training möglich, dann noch der Ausfall der beiden Schlagmänner in der Rennwoche. Kurzfristig wurde die Position mit dem 18-jährigen Leichtgewichtsruderer Victor Colhoun vom RC Möve Großauheim neu besetzt. Keine einfache Situation für einen so jungen Athleten, eine so große und wichtige Aufgabe im Achter erstmalig zu übernehmen.

Umbesetztes Hanauer Boot gibt am dritten Renntag alles

Mit einem Sieg im morgendlichen Zeitfahren gegen Leipzig, einer knappen Niederlage im Viertelfinale gegen Weser-Hameln und einem spektakulär engem Sieg im Viertelfinale gegen Bremen, ruderte sich der Sportstadtachter mit viel Herz in die Finals um die Plätze neun bis zwölf und konnte sich somit im Mittelfeld positionieren. Im Halbfinale ging es schließlich gegen die Konkurrenz aus Frankfurt. Voll motiviert, das Main-Derby zu gewinnen, ging Hanau mit allem, was man noch im Tank hatte, in das Rennen. Allerdings waren die Veränderungen zu groß, die Luft war aus dem kurzfristig stark umbesetzten Boot raus. Gegen Frankfurt waren die Hanauer an diesem Wochenende, zumindest im vierten Rennen des Tages, einfach chancenlos. „Dennoch,“ resümierte Trainer Marko Wanke, „eine starke Leistung von Victor, der, ohne zu zögern, diese, für einen so jungen Sportler schwierige, Aufgabe angenommen hat. Er hat es geschafft, unser Team abgeklärt in die Finals um die mittleren Plätze zu bringen, sehr starke Leistung!“

Im Finale um Platz elf und zwölf gab es dann ein Wiedersehen mit dem Leipzig Achter. Am Morgen noch deutlich geschlagen, hatten die Leipziger früh die Kontrolle übernommen und Hanau auf Abstand gebracht. Mit einem fulminanten Endspurt gelang es den Hanauern, sich Schlag für Schlag näher heranzuschieben. Beide Boote gingen gleichzeitig über die Ziellinie. Für das bloße Auge war kein Sieger zu erkennen. Nach bangem Warten wurde die Zielfotoauswertung vom Regattasprecher durchgegeben und im Leipziger Boot wurde gejubelt. Nur fünf Hundertstel machten am Ende den Unterschied.

Sportstadtachter Hanau will in der Tabelle weiter nach oben klettern

Vor der Saison war das Ziel des Hanauer Achters, einen einstelligen Tabellenplatz zum Saisonende zu erreichen. Aktuell liegt der Sportstadtachter auf Rang zwölf, nicht unbedingt das, was sich Trainer und Team zu diesem Zeitpunkt erhofft haben, aber nicht aussichtslos.

„Wenn der Regattasprecher bei der Vorstellung des Teams am Renntag äußert, dass wir dieses Jahr das mit Abstand am härtesten gebeutelte Team sind, dann ist da viel Wahres dran. Wir haben so ziemlich jedes Fettnäpfchen mitgenommen was ging. Aber die Ruderer wussten damit umzugehen und haben den Blick immer wieder nach vorne gerichtet. In Minden waren wir vom Leistungsniveau her eine der schwächeren Mannschaft am Start, haben aber trotzdem mit Anstand bestanden. Das macht Mut für die kommenden Renntage“, so Hanaus Trainer. Der Sportstadtachter hat jetzt vier Wochen lang Zeit, bis der nächste Renntag in Krefeld ansteht. In der Tabelle führt der Münster-Achter (54 Punkte) vor dem Sprintteam Mühlheim (47). Hanau rangiert auf Platz zwölf mit 20 Punkten.  vum

Corona hat Vorbereitung arg erschwert

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