Pro B

Play-offs: White Wings schlagen Düsseldorf und träumen von nächster Runde

Aus dem Weg geräumt: Eduard Arques Lopenz (rechts, gegen Marian Schick) setzte sich mit den Hanau White Wings überraschend gegen Düsseldorf durch und darf auf den Einzug in die nächste Play-off-Runde hoffen.
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Aus dem Weg geräumt: Eduard Arques Lopenz (rechts, gegen Marian Schick) setzte sich mit den Hanau White Wings überraschend gegen Düsseldorf durch und darf auf den Einzug in die nächste Play-off-Runde hoffen.

Sebastian Lübeck verknüpfte seine Freude mit einer Kampfansage. „Wir sind unheimlich stolz auf unsere Mannschaft“, betonte der Geschäftsführer des Basketball-Drittligisten Hanau White Wings und fügte hinzu: „Uns darf man in den Play-offs nicht unterschätzen.“ Unterstrichen wurde diese Aussage durch den 90:78-Coup gegen die Giants Düsseldorf, der aus Sicht der Hanauer einer Sensation gleichkam.

Hanau – Die Rheinländer waren schließlich als Favorit angereist, zumal die White Wings arg geschwächt antreten mussten. So fiel neben Josef Eichler (2,01 Meter) mit Matthias Fichtner (1,98) ein weiterer wichtiger, großer Spieler aus. Doch am Ende gewannen die Gastgeber, und wahrten mit dem ersten Sieg in der zweiten Partie die Chance auf den Einzug in die nächste Phase der Play-offs.

„Trotz der schwerwiegenden Ausfälle hat sich das gesamte Team heute extrem stark präsentiert und einen überragenden Sieg eingefahren. Alle Spieler haben sich heute alles abverlangt, sind dabei über sich hinausgewachsen“, lobte Lübeck. Und Trainer Kamil Piechucki fügte an: „Wir waren sehr gut auf das Spiel vorbereitet und sind mit einem neuen Gameplan ins Spiel gegangen, um die Ausfälle zu kompensieren. Wir haben schnell gemerkt, dass Düsseldorf auf diese neue Spielweise keine Antwort eingefallen ist.“

Zunächst war es jedoch ein hart umkämpftes und enges Spiel. Die Gäste schafften es zuerst, sich etwas abzusetzen, und lagen mit acht Punkten in Führung (8.). Doch die Hanauer blieben dran, wechselten immer wieder ihre Defensivtaktik und schafften es im zweiten Viertel, das Spiel immer mehr an sich zu reißen. Der Knoten platzte schließlich rund drei Minuten vor der Halbzeit – eingeleitet durch einen Dreier von Marko Dordevic, der mit 17 Punkten und sieben Rebounds sein bislang bestes Spiel für Hanau absolvierte.

Anschließend spielte sich das Team in einen Lauf. Immer wieder gelang es, dank starkem Teamplay freie Wurfstationen zu finden und gleichzeitig den Gegnern in der Defensive das Leben schwer zu machen. So ging es mit einer 44:35-Führung für die White Wings in die Halbzeitpause.

Auch das dritte Viertel kontrollierten die Hanauer, die vor allem unterm Korb und aus der Halbdistanz schwer zu stoppen waren. So bauten sie ihre Führung Stück für Stück aus. Obwohl die White Wings zu Beginn des Schlussabschnittes mit 15 Punkten vorne lagen, gab sich Düsseldorf nicht auf. Im Gegenteil: Acht schnelle Zähler der Giants hintereinander brachten die Gäste zurück ins Spiel. Angeführt von Kapitän Till-Joscha Jönke, der nicht nur seine Erfahrung einbrachte, sondern zudem mit 24 Punkten Topscorer war, hielt Hanau die Intensität hoch und siegte verdient – 90:78. „Die Mannschaft hat an sich geglaubt und und vor allem eine starke mentale Toughness gezeigt. Mit diesem Spiel haben die Jungs sich für ein Jahr harte Arbeit belohnt“, lobte Piechucki sein Team.

Diese Leistung wollen die Spieler nun auch gegen den letzten Gegner der ersten Gruppenphase abrufen: die Arvato College Wizards. Diese Saison trafen Hanau und Karlsruhe schon zwei Mal aufeinander – mit je einem Sieg für beide Teams. Am Mittwoch (19.30 Uhr) kommt es nun zum dritten Duell.

White Wings Hanau: Peuser (10 Punkte), Stenger, F. Hecker (15), Jönke (24), Knox (2), P. Hecker, Dordevic (17), Arques Lopez (17), Fertig, Kudic (5)

Von Christian Düncher

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