Hanau

ProA: White Wings verpassen Sprung auf Playoff-Platz

Till-Joscha Jönke und seine Mannschaft kämpften am Samstag vergebens. Foto: White Wings

Basketball. Die Hebeisen White Wings haben den Sprung auf einen Playoff-Platz in der ProA-Tabelle verpasst. Die Hanauer Basketballer unterlagen am Samstagabend bei den Karlsruhe Lions mit 69:83 – obwohl sie alle Chancen hatten, den Favoriten in die Knie zu zwingen.

Von Dominik Sharaf

Eine zum Ende hin wackelige Defensive und ein schwaches Schlussviertel verhagelten der personell dezimierten Truppe die Überraschung sowie den vierten Erfolg in Serie. Nach dem 19. Spieltag der Hauptrunde steht die Simon-Cote-Truppe weiter auf dem neunten Tabellenplatz.

Dem Trainer war nach der Partie anzumerken, dass die Niederlage vermeidbar gewesen wäre. „Wenn wir gewinnen wollen, dürfen wir uns derartige Fehler nicht erlauben“, sagte Cote. Gemeint waren einfache Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, die den White Wings nach der Pause unterliefen – besonders in der entscheidenden Phase.

Beim Stand von 54:56 und Hanauer Ballbesitz deutete sieben Minuten vor Schluss alles auf ein Herzschlagfinale hin, doch es wurde ein Durchmarsch für Karlsruhe.

Zu hektisch„In der ersten Halbzeit war unsere Verteidigung gut. Danach haben wir uns immer wieder Schwächephasen geleistet“, monierte Cote mit Blick auf die entscheidenden Szenen. „Wir haben versucht, aggressiv zu spielen, waren aber zu hektisch.“ Die White Wings setzten sich unter den Brettern nicht mehr durch, am Ende stand es im Reboundduell 34:44 für den Gegner.

Dazu schwanden ohne den verletzten Kapitän Christian von Fintel die Kräfte der achtköpfigen Rotation. Bei dem nach überstandener Verletzung überraschend einsatzfähigem Paul Albrecht reichte die Luft nur für 14 Minuten, es fehlte an Spielpraxis.

Ordentliche Leistung bis zum EinbruchTrotzdem: Bis zu ihrem Einbruch in der Schlussphase hatten die White Wings eine ordentliche Leistung geboten. Die US-Profis Luquon Choice und Chase Adams überzeugten mit 19 respektive 18 Punkten, obwohl die Dreierquote nicht stimmte – nur jeder dritte Wurf saß.

Auch die restliche Mannschaft wirkte im Abschluss zunächst sicher und hatte die Leistungsträger der Lions im Griff. Der drittbeste Angriff der ProA sah über weite Strecken schlecht aus.

Auch Lions selbstkritischSimon Cote betonte, dass der Tabellendritte leistungsmäßig in Reichweite war: „Ich glaube nicht, dass Karlsruhe am Ende der Hauptrunde weit vor uns stehen wird.“ Allerdings hatten die Lions selbst nicht den besten Abend erwischt. Ihr Trainer Michael Mai war ebenfalls unzufrieden: „Für uns ist es Zeit, dass wir nicht mehr nur hässlich gewinnen, sondern auch noch gut spielen.“

Am kommenden Samstagabend erwarten die Hanauer Korbjäger um 19 Uhr das Spitzenteam Rasta Vechta in der heimischen Main-Kinzig-Halle.

White Wings: Choice (19 Punkte / 0 Rebounds), Adams (18/3), Eichler (9/2), Jönke (7/10), Long (6/7), Brady (4/3), Albrecht (3/3), Nicolay (3/0)

Quelle: Hanauer Anzeiger

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