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Qualität und Intensität steigen: Germania Großkrotzenburg hofft auf Aufschwung

Wieder mehr jubeln will Germania Großkrotzenburg. Am liebsten schon heute im Nachholspiel gegen die TS Ober-Roden.
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Wieder mehr jubeln will Germania Großkrotzenburg. Am liebsten schon heute im Nachholspiel gegen die TS Ober-Roden.

Aufatmen beim Fußball-Verbandsligisten Germania Großkrotzenburg: Timucin Sen, der bei der 0:4-Niederlage gegen die Spvgg. 05 Oberrad am Sonntag auf dem Platz zusammengebrochen war, wurde nach einer Reihe von Untersuchungen noch am Sonntagabend wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Allerdings stehen noch weitere Untersuchungen an.

Großkrotzenburg – Für das Nachholspiel heute Abend (19.30 Uhr) gegen die TS Ober-Roden ist Sen natürlich kein Thema. Ebenso wenig wie Antonino Alessandro, der gegen Oberrad die Ampelkarte gesehen hatte. „Ober-Roden hat zuletzt gegen den SV Pars 80 Minuten lang souverän aufgespielt. Die kommen mit breiter Brust“, sagt Germania-Trainer Christos Tsifnas. Die Turnerschaft führte gegen Neu-Isenburg am vergangenen Sonntag nach 81 Minuten schon mit 4:0, wurde dann aber zu fahrlässig, ließ dem Gegner zu viel Platz und kassierte noch drei Gegentreffer zum 4:3-Endstand. Die Verantwortlichen der Germania messen Ober-Roden aber eher an den ersten 80 Minuten – nicht an den letzten zehn.

„Wir müssen schauen, dass wir gut in der Defensive stehen und dann in unser schnelles Umschaltspiel kommen“, blickt Tsifnas voraus. Auf jeden Fall sieht er seine Mannschaft auf einem guten Weg. „Die Qualität kehrt auf den Platz zurück“, hatte Tsifnas mit Blick auf die Rückkehrer Pascal Palacios Hernandez und Conner Storm sowie bereits vor zwei Wochen Leroy Ennin festgestellt. „Und auch Timucin hat das gegen Oberrad sehr gut gemacht, da waren einige gute Ballstafetten in unserem Spiel.“ Natürlich müssen weiterhin Kleinigkeiten verbessert werden, darunter immer noch die zu hohe Anzahl an individuellen Fehlern. Aber die Germania gibt noch lange nicht auf, im Gegenteil: Großkrotzenburg kommt langsam in Fahrt. „Wir blicken positiv in die Zukunft“, erklärt Christos Tsifnas. Die verbesserte Personalsituation und die Rückkehr einiger erfahrener Spieler macht sich auch im Training bemerkbar: „Die Intensität ist deutlich gestiegen“, lobt der Großkrotzenburger Trainer, „die Ergebnisse stimmen noch nicht, die Qualität schon.“

Heute Abend gegen TS Ober-Roden

Für bessere Ergebnisse wollen die Germanen nun heute Abend (6.10.2021) gegen die TS Ober-Roden sorgen, die mit 13 Punkten nur aufgrund des verlorenen Vergleichs gegenüber dem punktgleichen FFV Sportfreunde Frankfurt auf einem Abstiegsplatz geführt werden. Die Rödermarker kämpften vor einigen Wochen Meisterschaftsaspirant SV Unter-Flockenbach mit 2:1 nieder, nach einer 0:3-Niederlage in Bornheim folgte der jüngste 4:3-Sieg gegen Pars Neu-Isenburg. „Wir haben uns auf dem Platz als Familie präsentiert und einen richtig guten Ball gespielt. Wir haben zu alter Stärke zurückgefunden, das hat Pars zu spüren bekommen“, meinte TSO-Trainer Bastian Neumann, „in den letzten zehn Minuten haben wir ihnen aber zu viel Platz gelassen. Das nutzt eine Mannschaft mit dieser Qualität aus.“

Ähnlich wie die Großkrotzenburger kämpfte auch die Turnerschaft im bisherigen Saisonverlauf mit extremen Personalproblemen. Mittlerweile hat sich die Situation aber ein wenig entspannt. Die Routiniers Benedikt Strauß und Sevket Yildirim „sind genau in der richtigen Phase zurückgekehrt“, sagt Neumann über die beiden Führungsspieler, die eine gewisse Robustheit in das Spiel der Turnerschaft bringen. Das soll auch in Großkrotzenburg der Fall sein, mit einem Sieg wollen sich die Rödermarker zumindest ein klein wenig von den Abstiegsrängen absetzen.  (Von Patrick Leonhardt)

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