Rawcliffe will Rugby-Verband wieder führen

Offenbach - Nur zwei Jahre nach dem Amtsantritt von Ralph Götz müssen die Mitglieder des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) bereits wieder einen neuen Präsidenten wählen. Götz verzichtet beim Rugby-Tag am 6. Juni in Hannover aus privaten und beruflichen Gründen auf eine erneute Kandidatur.

Nachfolger könnte ein alter Bekannter aus der Region werden. Wie der DRV mitteilte, hat Ian Rawcliffe (BSC 1899 Offenbach) erklärt, sich für das Amt zur Wahl zu stellen. Der 65-jährige Rödermarker war bereits von 1996 bis 2004 Präsident des DRV und wurde danach in das Ehrenpräsidiums aufgenommen. Er ist bislang der einzige Kandidat. Somit könnten künftig zwei wichtige Positionen im DRV durch Funktionäre aus der Region besetzt sein. Denn der für die Jugend zuständige Vizepräsidenten Jürgen Zeiger (RK Heusenstamm) stellt sich erneut zur Wahl. Er war in den vergangenen zwei Jahren einer der entscheidenden Faktoren dafür, dass der Verband finanziell wieder auf festeren Füßen steht.

Die keineswegs unumstrittene Ligareform wird ein Jahr nach der Umsetzung nur ein Randthema sein. Über sie war bereits Anfang Juni bei der Bundesligaausschuss-Sitzung in Heusenstamm abgestimmt worden. Die Vereinsvertreter hatten damals einem Antrag auf Wiedereinführung einer eingleisigen Bundesliga eine Absage erteilt, das System jedoch teilweise modifiziert.

Die Ligareform dient unter anderem dem Zweck, Platz für das olympische Siebener-Rugby zu schaffen. So finden am Wochenende in Berlin erstmals Landesverbandsmeisterschaften in dieser Variante statt. In der Hessenauswahl finden sich in Benjamin Polheim, Leon Hees, Tobias Apelt, Patrik Weber, Nicholas Rainger, Pascal Schuster (alle RK Heusenstamm), Marc-Andre Bettner und Robert Haase (beide TGS Hausen) acht Akteure aus der Region. Die Nationalspieler Tim Biniak und Sam Rainger (beide Heusenstamm) fehlen Trainer Jens Steinweg verletzt. 

(cd)

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