Fußball

Relegation zur Kreisoberliga: Erlensee im Freudentaumel

Jubel: Der 1. FC Erlensee II hat das Duell gegen die Spvgg. Hüttengesäß für sich entschieden und darf sich über den Aufstieg in die Kreisoberliga Hanau freuen. Foto: Scheiber

Fußball. Der 1. FC Erlensee II hat den Durchmarsch von der Kreisliga B in die Kreisoberliga Hanau perfekt gemacht, die Spvgg. Hüttengesäß muss in den sauren Abstiegsapfel beißen.

Von Frank Schneider

Vor rund 400 Zuschauern war der ersatzgeschwächt angetretene Drittletzte des Hanauer Oberhauses unter dem Strich verdient unterlegen, da die Verbandsligareserve das fußballerische und läuferisch stärkere Team stellte.

Als die Kräfte der sich mit großem kämpferischen Einsatz gegen den Abstieg stemmenden Ronneburger nachließen, tüteten der eingewechselte A-Jugendliche Philipp Müller und Sascha Bernhardt mit ihren Treffern den Triumph für das Team von Trainer Michael Jung ein.

Zwei neue Gesichter

Die Anhänger der Gastgeber sahen gleich zwei neue Gesichter. Für den im Urlaub weilenden Trainer Patric Alves Rodrigues sprang dessen zur kommenden Saison verpflichteter Nachfolger Metin Oymak ein und coachte das seit Wochen sieglose Hüttengesäßer Team engagiert von der Seitenlinie aus.

Mit der Nummer 15 tauchte dazu mit dem zuletzt für den FSV Neuberg spielenden Daniel Ruth ein „Blitztransfer“ auf dem Spielberichtsbogen auf. Und Ruth musste bereits in der 37. Minute aufs Feld, da sich mit Malte Passon ein Leistungsträger der Spvgg. verletzte.

Das Spiel stand auf überschaubarem Niveau. Man merkte den Akteuren beide Teams an, dass sie wussten, wie viel auf dem Spiel stand. Der A-Ligadritte aus Erlensee probierte in der ersten Hälf‧te häufig, den für den verletz‧ten Stammtorwart Kristoffer Krost zwischen die Pfosten gerückten Michel Kraus mit Fernschüssen in Verlegenheit zu bringen. Die Hausherren hatten gute Gelegenheiten durch Enver Eydere und Philipp Schlögl. Dass die erste Hälfte torlos endete, war angesichts der gezeigten Darbietungen beider Teams keine faustdicke Überraschung.

Wenig los vor den Toren

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte war vor beiden Toren zunächst wenig los. Tim Weißer und Eydere verpassten aus kurzer Distanz die Führung für den Kreisoberligisten (52.), auf der Gegenseite zischte ein Flachschuss des verbandsligaerfahrenen Tim Zimpel knapp am linken Pfosten vorbei (67.). Ein Stellungsfehler in der Defensive leitete in der 75. Minute aus Sicht der Hausherren das Unheil ein.

Erlensees Youngster Philipp Müller setzte sich danach mit feiner Einzelleistung gut ins Szene und schloss satt zum 0:1 ab. Hüttengesäß suchte nach Antworten, doch die Angriffsaktionen waren viel zu zerfahren. Das Match wurde ruppiger und war spätestens nach der Roten Karte für den Hüttengesäßer Enver Eydere auch recht hitzig.

Viele Unterbrechungen

Viele Unterbrechungen sorgten für eine lange Nachspielzeit, in denen die Erlenseer Ziejar Zaher und Philipp Müller Gelb-Rot sahen, aber eben auch Sascha Bernhardt mit einem beherzten Fernschuss (90.+2) für seine Erlenseer Farben den Deckel drauf machte. „Es war ähnliches Spiel wie das erste in Erlensee. Am Ende waren wir konditionell stärker und haben verdient gewonnen. Ich bin brutal stolz auf meine Jungs“, meinte FCE-Coach Michael Jung.

Das Hüttengesäßer Vorstandsmitglied Roland Dietz bezeichnete den Abstieg als bitter. „Wir haben in der Winterpause ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass wir in Abstiegsgefahr geraten könnten. Ich hoffe, dass mit unserem neuen Trainer Metin Oymak in der kommenden Saison mehr Disziplin und Trainingsfleiß in den Kader einkehren.“

Hüttengesäß: Kraus – Weißer, Eydere, Schlögl, Schikora, Passon (37. Ruth), Adelsbach (84. Odion), Kurt, Aytekin, Generalao, KühnErlensee II: Geldt – Ruth, Birkner, Rustler (66. Müller), Treash, Zimpel, Schultheis, Dostert (57. Zaher), Bernhardt, Vargas-Vicente, Gencarelli (85. Krüger) – Tore:0:1 Müller (75.), 0:2 Bernhardt (90.+2) – Schiedsrichter:Weigand (Frankfurt) – Besondere Vorkommnisse:Rote Karte für den Hüttengesäßer Eydere (82.). Gelb-Rote Karten für die Erlenseer Zaher (90.+3) und Müller (90.+5) –Zuschauer: 400 –Beste Spieler:geschlossene Mannschaftsleistungen

Quelle: Hanauer Anzeiger

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