Team spielt zu ängstlich in Weiterstadt

Rhein-Main Baskets kassieren ärgerliche Pleite

Baskets-Trainer Thorsten Schulz fand nach der Niederlage in Weiterstadt klare Worte.  F: Lorenz

Langen -  Für die Frustbewältigung blieb den Rhein-Main Baskets kaum Zeit. Genau genommen 14 Kilometer, die Distanz zwischen Weiterstadt und Langen. Für den Basketball-Zweitligisten ging mit der Rückfahrt ein enttäuschender Kurztrip zu Ende.

Mit 54:61 (26:20) unterlag die Mannschaft von Thorsten Schulz beim Hessenrivalen, kassierte die fünfte Niederlage in Folge und rutschte auf den drittletzten Platz ab.

Und der Trainer war auch noch mit etwas Abstand ziemlich angefressen – erstmals in dieser Saison: „Das war ärgerlich und total unnötig“, meinte der Coach und ergänzte: „Das war das schlechteste Spiel von uns, seitdem ich hier bin.“ Schulz, im Sommer aus Sandhausen zu den Baskets gestoßen, missfiel vor allem das Auftreten in der Offensive. „Da haben wir viel zu ängstlich agiert und uns von der ruppigen Verteidigung total verunsichern lassen.“

Die Folge: eine miserable Wurfquote. Nur 9 von 31 Versuchen fanden in der ersten Hälfte ihr Ziel. Aus der Distanz standen am Ende drei Treffer bei 15 Versuchen. Da auch Weiterstadt alles andere als treffsicher war (33 Prozent aus dem Feld), blieb die Partie offen - in der ersten Hälfte mit Vorteilen für die Gäste, die stabil verteidigten und bei den Rebounds überlegen waren. Die gut aufgelegte Jasmin Weyell, einzige Spielerinnen mit überdurchschnittlicher Ausbeute, sorgte für die 15:11-Führung. Schulz versuchte mehr Ordnung ins Angriffsspiel zu bringen, musste Kailey Edwards nach dem dritten Foul (18.) allerdings vorsichtshalber vom Feld nehmen.

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Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischte Weiterstadt, legte einen 7:0-Lauf hin, setzte sich auf 38:28 ab. „Wir sind zeitweise in der Defensive zu nachlässig geworden und haben damit den Gegner aufgebaut“, so Schulz. Verloren war zu diesem Zeitpunkt aber noch nichts, denn auch die Baskets zeigten Kampfgeist. Edwards und Jule Seegräber verkürzten auf 37:38, ins Schlussviertel ging es sogar mit einer 41:40-Führung. Doch die Gastgeberinnen wendeten erneut das Blatt, setzten sich auf 53:45 ab und zwangen Schulz zur nächsten Auszeit. „Unser Umschaltspiel war viel zu langsam, das habe ich auch angesprochen.“ Doch es half nichts. Die Baskets kamen nicht mehr entscheidend heran, der Dreier von Nelli Dietrich zum 54:61 war nur noch Makulatur.

Baskets: Dietrich (11), Schmidt, Edwards (7), Seegräber (4), Süssmann (3), Cornelius, Weyell (13), Köhler, Stupar (16), Wotzlaw, Schick (jp)

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