„Werden unsere Lehren daraus ziehen“

2. Bundesliga der Frauen: Baskets lassen sich zu sehr einschüchtern

Langen - Nichts zu holen gab es für die Rhein-Main Baskets beim Zweitliga-Gastspiel in Heidelberg. 59:83 (26:50) unterlagen die Basketballerinnen im Verfolgerduell, das aus Sicht des Trainers Thorsten Schulz aber nur tabellarisch eines war. „Heidelberg ist für mich die stärkste und aggressivste Mannschaft in der Liga, für uns ging es vor allem darum, dazuzulernen. “

Und die Gäste lernten, dass eine Niederlage richtig weh tun kann. Nicht nur wegen des deutlichen Resultats. Nelli Dietrich kassierte eine blutige Nase, Sari Cornelius erlitt einen Cut an der Augenbraue. „Leider haben wir uns von der physischen Spielweise ziemlich einschüchtern lassen“, meinte Schulz.

Die Folge der härteren Gangart: 38 Freiwürfe bekamen die Baskets zugesprochen. „Und es hätten noch mehr sein müssen“, übte Schulz leichte Kritik an den Schiedsrichtern. Während die Gäste immerhin 25 Versuche von der Linie verwandelten, lief aus dem Spiel kaum etwas zusammen, was auch daran lag, dass sie sich ihre Würfe hart erarbeiten mussten.

Deutlich besser lief es für die ungeschlagenen Heidelbergerinnen, die nicht nur im Rebound deutlich überlegen waren (49:26), sondern auch aus der Distanz auftrumpften. Am Ende standen zehn Dreier zu Buche. „Sie haben ihre Angriffe sehr konsequent ausgespielt und sich gerade durch ihre drei Profis viele freie Würfe kreiert“, musste Schulz anerkennen. Rachel Arthur und Pele Marina (19 Punkte) ragten heraus.

Bilder: Baskets gewinnen Pokalderby

Folgerichtig war die Partie zur Halbzeit entschieden. Danach schalteten die Gastgeber zurück und die Baskets konnten die weiteren Viertel ausgeglichen gestalten. „Das war dann solide, wir haben als Team gut gekämpft“, sagte Schulz. „Wir werden unsere Lehren daraus ziehen.“

Rhein-Main Baskets: N. Dietrich (11), Edwards (12), Seegräber, Cornelius (3), Weyell (4), Köhler (3), Stupar (15), Wotzlaw (4), Schick (6) (jp)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare