Wehwehchen sind auskuriert

Baskets in Topbesetzung gegen Wasserburg

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Bereit für den Sprungball: Die US-Amerikanerin Tori Fisher (Nummer 9) steht den Rhein-Main Baskets nach längerer Verletzungspause wieder zur Verfügung. Vorne Spielmacherin Nelli Dietrich.

Langen - An diese Momentaufnahme könnte sich Peter Kortmann sicher gewöhnen. Erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit hat der Trainer der Rhein-Main Baskets personell die Qual der Wahl.

Mit Ausnahme der Nachwuchskräfte Sari Cornelius und Jule Seegräber, die für das Regionalligateam des TV Hofheim im Einsatz sind, tritt der Basketball-Zweitligist am Samstag (16. 30 Uhr) in Bestbesetzung gegen die Reserve des TSV Wasserburg an. Im Vergleich zu den letzten Spielen vor der Winterpause bieten sich Kortmann zwei Optionen mehr. US-Centerin Tori Fisher kehrt nach Knieoperation zurück, Distanzschützin Anna Schlaefcke von einem halbjährigen Auslandsaufenthalt.

Um nach zwei fünften Plätzen diesmal in das „Erlebnis Play-offs“ zu kommen, hat Kortmann in der Winterpause die Zügel angezogen, vor allem an den Grundlagen gearbeitet. Heißt: Kondition, Kraft und Wurfsicherheit. Auf Testspiele wurde verzichtet, dafür intensiv im Training geschuftet. „Das kam in der Sommerpause zu kurz und war für den holprigen Start mitverantwortlich“, betont der Trainer. Drei Niederlagen nach drei Spielen – dies soll sich auf keinen Fall wiederholen,

Die bislang gute Verteidigungsarbeit soll auch im Ligaendspurt zum Trumpf für die Baskets werden. „Wir sind zwar kein 80-Punkte-Team, wollen aber auch mit unserer Offensive möglichst schnell in Tritt kommen“, sagt Kortmann. Den Status quo fasst er so zusammen: „Wir sind im Großen und Ganzen wieder hergestellt.“ Nur Verena Wilmes und Priscilla Waterloh mussten krankheitsbedingt zwischenzeitlich pausieren. Mittlerweile sind aber alle Wehwehchen auskuriert. Auch der Trainer hat seinen chirurgischen Eingriff Mitte Dezember gut verkraftet und freut sich besonders auf die Rückkehr der widergenesenen Fisher. Sie gebe dem Team mehr Sicherheit und Variabilität, war vor ihrer Verletzungspause die beste Punktesammlerin.

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Auch die Wasserburgerinnen wurden vor der Weihnachtspause arg gebeutelt, konnten zumeist im Training nicht einmal Fünf gegen Fünf spielen. Der sehr junge Kader des Tabellenvorletzten wird von Centerin Anna Heise (17,1 Punkte pro Spiel) und der US-Amerikanerin Elizabeth Wood (12,1 Punkte) angeführt. Im Hinspiel behielt die Reserve des deutschen Rekordmeisters mit 62:54 die Oberhand. Einer von erst drei Siegen des TSV, der offensiv mit Abstand die niedrigste Punktausbeute aufweist.

Die leichte Favoritenrolle liegt somit am Samstag bei den Baskets, die sich mit einem Sieg in die zweiwöchige Spielpause verabschieden wollen, ehe dann das wegweisende Derby beim Play-off-Konkurrenten in Weiterstadt ansteht. (jp)

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