FECHTEN Rückkehr nach Tauberbischofsheim / „Konnte finanzielles Angebot nicht ablehnen“

Richard Schmidt verlässt Fechtclub Offenbach

Richard Schmidt Degenspezialist

Offenbach – Herber Verlust für den Fechtclub Offenbach: Kurz vor der Heim-Europameisterschaft (ab 17. Juni in Düsseldorf) hat Richard Schmidt die Rückkehr zu seinem Heimatverein FC Tauberbischofsheim ab 1. August bekanntgegeben.

Der 26-jährige Schmidt ging drei Jahre für den FCO an den Start, hat in dieser Zeit unter anderem WM- und EM-Bronze im Degeneinzel geholt. Er ist damit nach Nadine Stahlberg (Heidenheimer SB) der zweite ambitionierte Fechter, der den Club verlässt.

„Ich bin zwar kein Ursprungs-Offenbacher, dennoch war es mir immer eine Freude und Ehre für diesen Verein zu fechten“, berichtet Schmidt und ergänzt: „Jetzt ist aber der Zeitpunkt gekommen, zurück nach Tauberbischofsheim zu gehen. Zum einen, weil ich ein finanzielles Angebot erhalten habe, das ich als einfacher Student nicht einfach ablehnen kann. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich meinem Club, bei dem ich Fechten gelernt habe und bei dem ich nach wie vor ein und aus gehe, helfen sollte, sich neu aufzubauen.“ Schmidt studiert an der Uni in Würzburg im zehnten Semester Jura, geht bald in die Examensvorbereitung. Er trainiert meist in Tauberbischofsheim. In Offenbach übt er nur hin und wieder.

Florina Plachta, Vizepräsidentin Sport des FC Offenbach, sagt: „Natürlich ist es schade, dass Richard geht. Da er aber kein Eigengewächs ist, war die familiäre Bindung nicht so da, die unseren FCO auszeichnet. Aber er hat alles für uns gegeben und tolle Ergebnisse für uns erzielt.“ Sie ergänzt: „Wir können seine Entscheidung voll und ganz nachvollziehen und akzeptieren. Im Fechten hat der Heimatverein immer eine große Bedeutung. Und da er dort fast täglich trainiert, war es nur eine Frage der Zeit, bis er wieder nach Hause zurückkehrt.“  app

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare