Aufstieg aus der Oberliga würde leichter fallen

Ringer diskutieren über Wiedereinführung der 2. Bundesliga

Offenbach - Die Struktur der Ringer-Ligen steht wieder einmal zur Debatte, wenn der Deutsche Ringer-Bund für Sonntag in Würzburg zur Bundesliga-Tagung mit Vertretern aller 23 derzeitigen Bundesligaklubs lädt.

Einer Umfrage zufolge sind 15 der 23 Erstligisten, die derzeit in drei, nach regionalen Gesichtspunkten unterteilten Staffeln kämpfen, für eine Wiedereinführung einer eingleisigen ersten Liga und einer zwei- oder dreigleisigen zweiten Liga. Allerdings haben nur vier Vereine (Mainz, Heilbronn, Köllerbach, Adelhausen) ihre Bereitschaft erklärt, für die neue Eliteklasse zu melden. Für einen sinnvollen Wettkampf wären wohl mindestens sechs Teams nötig.

Bei einer Wiedereinführung einer wie auch immer gearteten zweiten Bundesliga allerdings wäre der Aufstieg in diese Klasse aus den darunter liegenden obersten Ligen der Landesverbände, zum Beispiel der Oberliga Hessen, leichter zu bewerkstelligen als jetzt der Aufstieg in die erste Liga.

Im regionalen Ringen rückt am Samstag (20 Uhr) die Hessenliga in den Fokus. Dort steht die Entscheidung über die beiden Aufsteiger unmittelbar bevor: Der TSV Gailbach und der KSV Neu-Isenburg können den Gang in die höchste Landesklasse perfekt machen.

Die Gailbacher stehen in Elgershausen vor der wesentlich leichteren Aufgabe. Der nordhessische Gegner brachte in Seeheim zuletzt nicht einmal die mindestens notwendigen neun Ringer an die Waage. Eine viel größere Anstrengung wartet zeitgleich auf die Neu-Isenburger, die vor der Runde kaum jemand als Aufstiegskandidat auf dem Zettel hatte.

Die richtige Kampfsportart finden

Der KSV Waldaschaff kann den Hugenottenstädtern im direkten Duell am Samstagabend in der Sporthalle der Neu-Isenburger Brüder-Grimm-Schule noch ein Schnippchen schlagen, muss es für seine letzte Aufstiegschance sogar. Vom sportlichen Niveau her sind beide Formationen ähnlich einzuschätzen; im Hinkampf gewann Neu-Isenburg 17:14, wobei es unter anderem mit einer im Ringen seltenen Gelb-Roten Karte für den Neu-Isenburger Mannschaftsführer Najib Hamayan hoch her ging. Siegt Waldaschaff nun mit vier Zählern Differenz, läge es bei gewonnenem Direktvergleich nur noch zwei Punkte hinter Neu-Isenburg. Und die Hugenottenstädter erwarten in der Rückrunde noch Übermannschaft Gailbach, gegen die Waldaschaff schon zweimal gekämpft hat.

Der ASV Schaafheim will nach dem 17:16 beim klar favorisierten KSC Hösbach in der Oberliga erneut überraschen bei der RWG Mömbris/Königshofen. Für die RWG geht es noch um die Vizemeisterschaft, die vor allem dann interessant würde, falls Meister KSC Niedernberg in Sachen Bundesliga-Aufstieg abwinkt.

Die ASV Dieburg hat im eigentlich bedeutungslosen Verbandsligakampf gegen den KSV Wersau eine offene Rechnung nach dem fragwürdigen Listenfehler des KSV gegen Darmstadt, wodurch Dieburg der letzten Titelchance beraubt wurde. (jd)

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