Walger: Auf allen Ebenen verbessern

Rugby: RK Heusenstamm hofft auf eine sorgenfreie Saison

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Louis Biniak vom RK Heusenstamm (links) spielte am vergangenen Wochenende noch bei den deutschen Meisterschaften im Siebener-Rugby. Seine „Füchse“ wollen sich auch in diesem Jahr den Klassenerhalt in der Bundesliga sichern.

Offenbach -  Nach der deutschen Meisterschaft ist vor dem Saisonstart. Für Rugby-Bundesligist RK Heusenstamm wird es am Wochenende ernst. Die „Füchse“ starten am Samstag mit einem Auswärtsspiel beim RK Heidelberg in die neue Runde. Von Patrick Eickhoff

Der Vorsitzende und Trainer Markus Walger hofft auf eine Spielzeit ohne große Abstiegssorgen.

Am Samstag starten die „Füchse“ mit einem Auswärtsspiel beim Meister RK Heidelberg in die neue Saison. Ein schwerer Auftakt?

In den vergangenen Jahren war gegen den RK meistens nie etwas zu holen. Das waren Profis und fast alle davon Nationalspieler. Allerdings ist ein Großteil der Spieler weg und das Team auch keine Übermannschaft mehr. Wir wollen punkten und gut in die Saison starten.

Was sind die Ziele für die neue Spielzeit?

Hauptziel ist es, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und die Relegationsspiele zu vermeiden. Dafür haben wir einige Änderungen vorgenommen, ob die fruchten, werden wir sehen.

Welche Änderungen waren das?

Markus Walger

Wir haben mit Susanne Wiedemann als Videoanalystin und Mikey Ferraris unser Trainerteam etwas breiter aufgestellt. Außerdem haben wir am Spielsystem gearbeitet. Kleine Veränderungen wie die Treffpunktzeit vor Spielen stehen momentan auch auf dem Prüfstand.
Sehen Sie das als notwendig an?
Nein. Aber wir versuchen uns natürlich auf allen Ebenen zu verbessern. Dazu gehört auch ein Plan, wie wir die Spiele angehen wollen.

Wie sieht die Personalsituation vor dem Auftakt in Heidelberg aus?

Nach der deutschen Meisterschaft im Siebener-Rugby gibt es einige Spieler, die jetzt erstmal in den Urlaub fahren. Trotzdem werden wir eine gute Mannschaft stellen.

Neben Joshua Sayson (BSC Offenbach) und Georgi Elsisashvili (TGS Hausen) hat auch Kapitän Jordi Pfeifer das Team verlassen. Ein Qualitätsverlust?

Bei Joshua war es so, dass wir finanziell einfach nicht mithalten konnten. Jordi geht für ein Semester nach Barcelona. Er ist aber ab Dezember wieder bei uns. Das heißt, er wird uns gar nicht so lange fehlen. Außerdem haben wir uns auch gut verstärkt.

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Wer ist denn unter den Neuen im Kader?

Wir haben Jonas Gigerich von der TG Darmstadt geholt. Klar muss er sich erst reinfinden und an das Niveau anpassen, aber er hat richtig gute Voraussetzungen. Vor allem sein Ankick ist richtig stark.

Wer ist sonst zum Team gestoßen?

Mit Chris Howells haben wir einen erfahrenen Spieler vom SC 1880 Frankfurt verpflichtet. Außerdem sind aus der zweiten Mannschaft David Brauer und Christian Scholltisek mit nach oben gerutscht. Wir werden im kommenden Jahr bestimmt auch wieder auf einige Spieler aus der momentanen U18 zurückgreifen.

Was zeichnet die beiden Nachrücker aus der zweiten Mannschaft aus?

David kam vor einem Jahr aus Dresden zu uns, hat in der zweiten Mannschaft gespielt. Er hat allerdings die Qualität, um dabei zu sein. Das Gleiche gilt auch für Christian Scholltisek. Er hat sich uns vor einiger Zeit angeschlossen, weil er auf Rugby im Ausland aufmerksam geworden ist. Er ist gut genug für die erste Mannschaft.

Zum Abschluss: Wo landet der RK am Ende der Saison?

Wichtig ist, dass wir Teams hinter uns lassen. Wer das am Ende ist, kann ich nicht sagen. Der Aufsteiger aus Luxemburg ist schwer einzuschätzen. Eine bedeutende Rolle werden mit Sicherheit Handschuhsheim und der SC aus Frankfurt spielen, die haben sich gut verstärkt.

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