„Coole Bank“ bringt entscheidende Impulse

Rugby: Heusenstamm bleibt nach Sieg in München erstklassig

Offenbach - Sie hüpften und tanzten, obwohl sie gerade 80 Minuten in einer der anstrengendsten Teamsportarten absolviert hatten: Die Mischung aus Freude und Erleichterung musste raus bei den Heusenstammer Rugbyspielern nach der siegreichen Relegationspartie bei StuSta München. Von Christian Düncher 

„Wir hatten schon einen gewissen Druck. Der Sieg war befreiend“, gab Markus Walger vom RKH-Trainerteam zu, „Auf der Rückfahrt im Bus hat man gemerkt, wie groß die Erleichterung war.“ Bangen mussten die „Füchse“ allerdings nicht, obwohl der Meister der 2. Bundesliga Süd ein starker Gegner war. Am Ende stand ein ungefährdeter 36:24 (15:7)-Sieg für Heusenstamm, das sich nun auf die zwölfte Erstliga-Saison in Folge freuen darf.

Die „Füchse“ mussten laut Walger „80 Minuten Schwerstarbeit verrichten“ – und das unter schwierigen Bedingungen. „Es war warm und der Platz entsprechend fest, quasi ein Hartplatz mit grünen Flecken und Kieselsteinen drauf.“ Dazu noch die lange Anreise per Bus. Der RKH war jedoch von Anfang an hellwach, ging schnell mit 10:0 in Führung und hielt München stets auf Distanz. „München war körperlich stark, wir waren jedoch überlegen, vor allem im Sturm.“ Gassen und Gedränge wurden vom RKH dominiert, der personell mehr nachlegen konnte. „Wir hatten eine echt coole Bank“, schwärmte Walger. „Für den Sturm kamen Otterbein, Fischer und Krapf – das hat München richtig wehgetan.“ Ebenso Max Utikal, der nur kurz nach seiner Einwechselung punktete.

In der abgelaufenen Punktrunde war der RKH jedoch nicht immer in der Lage, von der Bank aus nachzulegen. Deshalb soll der Kader noch breiter werden. Das ist ein Ergebnis der Analyse der vergangenen zwei Spielzeiten, die Walger und sein Trainerkollege Jens Steinweg vorgenommen hatten. „Es muss frischer Wind rein“, so Walger. Man werde daher auch das Trainerteam erweitern. „Wir brauchen neue Impulse, wir wollen nicht erneut gegen den Abstieg spielen.“ Das gilt auch für den Kader. Zugänge soll es nicht nur aus den eigenen Reihen geben. „Wir werden auch versuchen, uns von außen Qualität zu holen“, so Walger.

Bilder: RK Heusenstamm verliert Derby

RKH: Polheim, Gennaro (10), M. Weber, Joswig, Sabinarz, Cavus (5), Krimer, N. Rainger (5), Schuster (11), Schmitt, L. Biniak, Bettner, Fernandes, Schreiber Z. Hees (Otternbein, Krapf, Fischer, Pfeifer, Utikal/5, Moreino, Höhmann)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare