Rugby: 0:93-Pleite gegen Meister Heidelberger RK 

Einziger Trost für RK Heusenstamm: nicht dreistellig verloren

Offenbach - Immerhin: Der RK Heusenstamm hat zum Rückrundenauftakt der Rugby-Bundesliga nicht dreistellig verloren. Das war dann aber auch schon fast der einzige positive Aspekt einer 0:93-Pleite der stark ersatzgeschwächten „Füchse“ bei Titelverteidiger Heidelberger RK.

Es war die höchste Niederlage der Saison für den RKH, der das Hinspiel „nur“ mit 0:60 verloren hatte. „Es war das erwartet einseitige Spiel“, sagte Markus Walger vom Heusenstammer Trainerteam angesichts des Ausfalls von 14 Spielern, darunter wichtige Stützen wie Kapitän Jordi Pfeifer. Der RKH musste fast auf eine komplette Mannschaft verzichten. Kein Wunder, dass Walger die Partie bereits vor dem Anpfiff als „Testspiel“ abgehakt hatte.

Für die Heidelberger war die Begegnung hingegen Teil der Vorbereitung auf das Final-Rückspiel des European Challenge Cups am 21. April gegen den rumänischen Spitzenklub Timisoara Saracens. Der Final-Sieger qualifiziert sich für den zweithöchsten Vereinswettbewerb Europas. Entsprechend motiviert gingen die Gastgeber zu Werke. Nach drei Minuten legten sie den ersten Versuch, bis zur Pause folgten acht weitere.

Walger fühlte sich an die jüngsten, ernüchternden Auftritte der Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) in der höchsten EM-Gruppe erinnert. „Das war wie bei den Länderspielen: Amateure gegen Profis“, sagte der Ex-Nationalspieler und ergänzte: „Wir trainieren zwei-, dreimal pro Woche, die ein-, zweimal am Tag.“

Bilder: RK Heusenstamm verliert Derby

Denn: Der Großteil der Akteure des Heidelberger RK ist bei der von Milliardär Hans-Peter Wild gegründeten Gesellschaft zur Förderung des Rugbysports angestellt. Für Deutschland sind diese Spieler aber aufgrund eines Streits zwischen Wild und dem DRV seit fast einem halben Jahr nicht mehr im Einsatz. Dafür trumpfen sie in der Bundesliga auf. Das bekam nun der RK Heusenstamm zu spüren. Obwohl die „Füchse“ früh hoffnungslos zurücklagen, habe das Team „bis zum Schluss gekämpft“, lobte Walger. (cd)

RKH: Elisashvili, Gennaro, M. Weber, Joswig, Erfiliz, Cavus, Kriemer, N. Rainger, Schuster, Schmitt, Höhmann, Moreno, Utikal, Bettner P. Weber (Schreiber, Fernandez, Sayson)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare