Interview mit Markus Walger

„Es geht um alles oder nichts“

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Trainiert den RKH: Markus Walger

Offenbach - Auf elf Jahre in der 1. Liga blickt der Rugby-Klub Heusenstamm zurück. Markus Walger hat sie alle miterlebt – erst als Spieler, inzwischen als Trainer. Vor dem Relegationsspiel beim Zweitligisten StuSta München am Samstag (15 Uhr) äußerte er sich zur Situation.

Markus Walger, ist die Partie am Samstag Ihr bislang wichtigstes Spiel als Trainer?

Es ist ein wichtiges. Natürlich wird das sehr hoch gewertet, es geht um alles oder nichts. Beim Abstieg würde es aber keinen Zusammenbruch bei uns geben. Trotzdem wollen wir natürlich oben bleiben. Wir gehören in die 1. Liga, auch wenn wir diese Saison unten reingerutscht sind. Das lag aber nur daran, dass wir Personalsorgen hatten. Viele Spieler waren verletzt. Und unsere Nationalspieler standen fast nie zur Verfügung.

Was wissen Sie über StuSta München?

Wir haben ein Video von deren Play-off-Spiel gegen Hausen gesehen und einige Connections nach München. Deren Platz ist schlecht, quasi ein Acker. Personell wurde in den vergangenen Jahren aber etwas aufgebaut. Die haben an den Basics gearbeitet und einige ausländische Spieler, darunter zwei Südafrikaner, die was können. Aber wir wollen uns auf unser Spiel konzentrieren.

München hatte am 9. Juni sein letztes Pflichtspiel, der RKH war bis vergangene Woche im Pokal im Einsatz. Sehen Sie darin einen Vorteil?

Uns hat bei der RG Heidelberg nur ein erhöhter Versuch gefehlt. Das zeigt, dass wir gut drauf sind. Das Spiel hat uns dabei geholfen, uns optimal vorzubereiten. Andernfalls hätten wir die Jungs anderthalb Monate lang motivieren müssen. Dass die Partie so spät stattfindet, ist unglücklich. Aber unglückliche Termine sind wir gewohnt.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie das Spiel an?

Wir sind uns bewusst, dass man dort verlieren kann, vor allem nach einer so langen Anreise. Aber wir wollen gewinnen, egal wie. Leider hat uns der Verband verboten, unseren Nationalspieler Sam Rainger nach auskuriertem Kreuzbandriss auf diesem schlechten Platz einzusetzen. Wir hätten das gerne selbst vor Ort entschieden. (cd)

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