Spiel gegen Pforzheim als Standortbestimmung

Rugby: RK Heusenstamm will nicht nur „Best of the rest“ sein

Es könnte bereits eine kleine Vorentscheidung werden für den RK Heusenstamm im Kampf um den Klassenerhalt in der Rugby-Bundesliga: Der Letzte, RC Luxemburg (beim Dritten RG Heidelberg), und der Vorletzte, SU Neckarsulm (beim Ersten SC Frankfurt 1880), stehen vor nahezu unlösbaren Aufgaben, während der RKH (19 Punkte) am Samstag (15 Uhr) den Drittletzten, SG TV/CFR Pforzheim (11), zu Gast hat. Bei einem Sieg wären die „Füchse“ so gut wie gerettet.

Offenbach – Doch der Verbleib in der Liga ist lediglich das Minimalziel, wie Mikey Ferraris vom Trainerteam des RKH betont. „Wir wollen nicht nur ‘Best of the rest’ sein, sondern zeigen, dass wir uns mit den Besten messen können“, sagt er. In der Auftaktpartie der Restsaison beim Zweiten TSV Handschuhsheim sei das durchaus gelungen – trotz der 14:43-Niederlage.

„Der TSV ist ein gutes Team, aber sie sind keineswegs unbesiegbar“, meint Ferraris. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nur ungenügend wieder.“ Das Hinspiel hatten die Heusenstammer noch wesentlich klarer mit 7:60 verloren. Aber auch die Pforzheimer haben sich im Vergleich zur Hinrunde, in der sie sich unter anderem dem RKH mit 10:44 geschlagen geben mussten, gesteigert. Zuletzt unterlag der Meister von 2016 der RG Heidelberg nur denkbar knapp mit 42:43.

„Wir wissen, dass Pforzheim ein komplett anderes Kaliber sein wird als das, gegen das wir letztes Jahr gespielt haben“, sagt Ferraris, will das jüngste Ergebnis der Goldstädter aber nicht überbewerten: „Das Team der RG Heidelberg sah schwach aus.“ Gleichwohl warnt er vor den Pforzheimern, die im deutschen Nationalspieler Carlos Soteras Merz einen Akteur in ihren Reihen haben, „der unsere Defensive testen wird“. In Lee Murray (Deutschland) sowie Tafadza Chitokwindo (Simbabwe) stehen weitere Nationalspieler im Kader.

RK Heusenstamm unterliegt TSV Handschuhsheim: Bilder

Ferraris kündigt den Gästen einen heißen Tanz an. „Bei uns im Martinsee hat es keiner leicht. Wir wollen es auch Pforzheim schwer machen und sie frustrierten. Sie müssen sich auf eine physische Begegnung einstellen.“ Verzichten muss der RKH auf Max Weber, der sich beim Spiel in Handschuhsheim am Knie verletzt hat. Wie lange er ausfallen wird, ist offen. Als Verbinder wird wohl erneut Patrick Baumann auflaufen, der in Handschusheim sein Debüt auf dieser Position gegeben und seine Sache gut gemacht hatte. „Wir wollen ihn als langfristige Option aufbauen“, stellt Ferraris klar.

Von Christian Düncher

Rubriklistenbild: © Symbolbild: Kessler

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare