Auftakt der Rugby-Bundesliga

Rugby: Ernüchternder Start der Füchse

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Alex Piano (TGS Hausen) wird hier zwar getackelt, behielt aber mit seinen Rugby-Löwen klar die Oberhand.

Offenbach -  Das haben sich die Füchse vom Rugbyklub Heusenstamm wohl anders vorgestellt. Zum Auftakt der Rugby-Bundesliga unterlagen sie beim RK Heidelberg mit 26:3. Besser startete die TGS Hausen, die mit 49:19 gegen die TuS Düsseldorf gewann.

RK Heusenstamm

„Das ist ganz schön ernüchternd“, zog Vorsitzender und Trainer Markus Walger ein enttäuschtes Fazit. In den ersten 20 Minuten sah das noch anders aus. „Wir waren richtig ordentlich drin, das hat uns selbst überrascht“, gab der Trainer zu. Danach kippte das Spiel allerdings immer mehr in Richtung der Heidelberger. Der Serienmeister hatte vor der Saison einige Abgänge zu verzeichnen. Nicht nur deswegen rechnete sich der RKH mehr aus. „Doch dafür haben wir zu viele einfache Fehler gemacht“, sagte Walger, der eine mögliche Ursache direkt ausmachte. „Wir konnten uns effektiv nur eine Woche auf den 15er vorbereiten und haben nach der deutschen 7er-Meisterschaft noch einige Spiele im Urlaub.“

Beim RK Heidelberg sah das anders aus. „Die waren eingespielt und hatten eine starke Chancenverwertung“, sagte Walger, der sich dennoch über die Comebacks der Schwerverletzten Jakob Seifert und Jan Iding freute. „Nächste Woche kommen noch ein paar Spieler zurück, das hilft uns definitiv.“ Dann gastiert mit dem TSV Handschuhsheim ein Titelkandidat in Heusenstamm. „Wir müssen zehn Schippen drauflegen, wenn wir da etwas holen wollen“, sagt Walger.

RKH: Polheim (63. Scholltisek), Gennaro, Otterbein (40. Iding), Joswig (55. Seifert), M.Weber, Cavus, Howels (60. Brauer), N.Rainger (72. Martinez), Schuster (3), Schmitt, P.Weber (30. Moreno), Fernandez, Schreiber, Baumann, Louis Biniak.

TGS Hausen

Deutlich besser lief der Spieltag für den Zweitligist aus Hausen. Gegen die TuS 95 Düsseldorf reichten am Samstag 25 Minuten gutes Rugby zum deutlichen 49:19-Erfolg. „Wir waren zu Beginn nicht gut in der Partie“, sagte der Sportliche Leiter Gerhard Felbinger. Nach einer Viertelstunde und einem erfolgreichen Strafkick besann sich Hausen dann auf seine Stärken. Wuchtige Angriffe sorgten für die verdiente 39:0- Halbzeitführung. Nach der Pause und einigen Wechseln bei den Rugby-Löwen drehte sich das Bild komplett. „Wir haben dann den Faden verloren, aber der Sieg war nicht mehr in Gefahr“, so Felbinger. Nächster Gegner ist der RT Münster. (eps)

TGS: Simeunovic (5), G. Piano (5), Almeida (5), Niculita, Hilgers, Felbinger, Frischkorb, El-Chami (10), Iliz, Ibarra, Sokovity, Sefiert, Apelt (5), A. Piano (5), Schild (9), Tuloko, Schwade, Schüssler (5), Ferrier, Nowotnik, Suitaj, Grau-Eberhard

Archivbilder

Bilder: Deutsche Rugby-Meisterschaft in Heusenstamm

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