Handball 

A-Jugend-Handballerinnen der HSG Rodgau wollen in die Bundesliga

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Die Nummer eins in Hessen: Die A-Jugend-Handballerinnen der HSG Rodgau Nieder-Roden mit Trainer Florian Stenger.

Die A-Jugend-Handballerinnen der HSG Rodgau Nieder-Roden schreiben das nächste Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte. Am Wochenende wollen sie sich für die Bundesliga qualifizieren.

Rodgau – Das Team von Trainer Florian Stenger, das vor einem Jahr Meister der B-Jugend-Oberliga geworden war und sich bis ins Viertelfinale der deutschen Meisterschaft, also unter die acht besten Teams ihrer Altersklasse in Deutschland gespielt hatte, holte sich in dieser Saison als fast ausschließlich junger Jahrgang souverän die Meisterschaft in der A-Jugend-Oberliga. Mit 13 Siegen bei nur einer Niederlage und 531:412 Toren (im Schnitt: 38:29).

„Damit hatten die wenigsten gerechnet, dass wir als fast ausschließlich junger Jahrgang erneut eine so gute Rolle spielen könnten“, sagt Stenger, „ich bin natürlich sehr zufrieden. Die Mannschaft hat sich noch einmal ganz toll weiterentwickelt. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff.“

14 der 17 Spielerinnen im Kader gehörten in der vergangenen Saison der so erfolgreichen B-Jugend der HSG Rodgau an. Einzige Verstärkung ist die aus Sulzbach gekommene Halblinke Christine Burgard, mit 76 Treffern zweitbeste Torschützin des Teams. Überragende Toptorschützin war auch in dieser Runde wieder Leyla Götz mit 142 Treffern.

Vor der zweiten A-Jugendsaison gehen die Rodgauerinnen nun die Bundesligaqualifikation an. In Ann-Kathrin Schlereth und Antonia Schäfer sind nur zwei Spielerinnen, die keine tragende Rolle gespielt haben, altersbedingt ausgeschieden. Die Eingespieltheit ist daher aktuell das große Plus der Rodgauerinnen. In einer Vorqualifikation auf Hessenebene bezwangen sie die HSG Bensheim/Auerbach in auf zweimal 15 Minuten reduzierter Spielzeit 12:8 und die WJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt 20:12.

Die Dreierspielgemeinschaft wird am Wochenende in Ludwigshafen-Friesenheim erneut einer der drei Gegner, die mit den Rodgauerinnen um zwei Startplätze in der Bundesliga konkurrieren. Die anderen Gegner sind Gastgeber TSG Friesenheim und die vielleicht noch etwas stärker einzuschätzenden Sporfreunde Budenheim aus dem Landkreis Mainz-Bingen. „Budenheim hat seine Vorqualifikation klar dominiert, Friesenheim hat den Heimvorteil. Wie stark diese zwei Teams wirklich sind, werden wir aber erst vor Ort sehen“, sagt Stenger, der aber davor warnt, die WJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt zu unterschätzen. Die hat die abgelaufene Oberligarunde zwar nur auf Rang drei abgeschlossen, der HSG Rodgau aber Ende Januar mit einem 39:38 die einzige Saisonniederlage zugefügt. Altersbedingt sind vor der Qualifikationsrunde zwar einige Leistungsträgerinnen ausgeschieden, was die deutliche 12:20-Niederlage gegen die HSG Rodgau in der Vorqualifikation erklärt. „Das war deren erstes Pflichtspiel in neuer Besetzung. Die werden jetzt sicherlich besser spielen“, erwartet Stenger spannende Duelle, betont aber: „Wir wollen uns jetzt natürlich für die Bundesliga qualifizieren.“

Start am Samstag um 11 Uhr

Los geht es für die Rodgauerinnen am Samstag um 11 Uhr über zweimal 20 Minuten gegen Gastgeber Friesenheim. Um 15.45 Uhr ist das Hessenduell gegen die Dreierspielgemeinschaft aus Bad Soden angesetzt, Zum Abschluss um 17.15 Uhr steht das Spiel gegen Budenheim an. Der Dritte dieser Vierergruppe erhält noch eine letzte Chance in einer Zusatzqualifikationsrunde.

Für die HSG Rodgau, deren erste Frauenmannschaft gerade in die 3. Liga aufgestiegen ist und das zweite Team in die Landesliga, wäre die Bundesliga der A-Juniorinnen ein weiterer Riesenerfolg.

Die Bundesliga der weiblichen A-Jugend wird parallel zur regulären Oberligasaison in den Landesverbänden in mehreren Turnierrunden gespielt. Los ginge es im September mit der Vorrunde in einer von acht Dreiergruppen. An drei Wochenenden wird in Hin- und Rückspiel gegen die beiden Gegner gespielt, die besten zwei erreichen die Zwischenrunde, die in vier Vierergruppen gespielt wird. Die jeweils zwei besten Teams dieser Gruppen stehen im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft.

Die A-Juniorinnen der HSG Rodga

Tor: Elli Weisenbach, Zoey Weiß

Rückraum: Leyla Götz (142 Tore), Christine Burgard (76), Jana Göbel (74), Amelie Giel (28), Hannah Stenger (16), Ann-Kathrin Schlereth (14), Luisa Kolpak (1)

Außen: Mira Schuck (40), Kim Weiland (23), Laurie Geis (30), Antonia Schäfer (5), Sophia Ronschak (1), Ronja Arheilger (1)

Kreis: Nell Gotta (69), Sophie Krabes (11)

Trainer: Florian Stenger

von Stefan Moritz

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