Deutsche Meisterschaften

Regionale Ruderer holen neun Medaillen an der Havel

+
Das Hellas-Duo Elisabeth Ursprung (links) und Robina Wagner bejubelt den Meistertitel im Leichtgewichts-Doppelzweier A. 

Offenbach - Drei nationale Titelkämpfe auf einmal fanden in Brandenburg an der Havel statt: Großbootmeisterschaften, Hochschulmeisterschaften und die neuen offenen deutschen Masters-Meisterschaften.

Dieses Triple hatte einige Vorteile, wie Rolf Warnke betonte: „Viele Trainer und Sportler haben sich über die Doppelstartmöglichkeit und den Minderaufwand durch die Zusammenlegung der Veranstaltung gefreut“, sagte der Fachressort-Vorsitzende Wettkampf im Deutschen Ruder-Verband (DRV).
Für die Studenten waren die Meisterschaften der Saisonhöhepunkt, teilweise ging es um die Nominierung für die European Universities Championships 2019. Und für die Masters-Ruderer sind die offenen deutschen Meisterschaften nicht nur eine Aufwertung, sondern eine gute Vorbereitung auf die Euromasters Ende Juli in München.

Auch Hellas Offenbach, der WSV Offenbach-Bürgel und der RC Möve Großauheim waren vertreten. Jeder Klub gewann mindestens eine Medaille, zusammen waren es neun an der Zahl. Der RV Hellas Offenbach hatte am häufigsten Grund zur Freude. So wurden Elisabeth Ursprung, die bei den Studenten Platz drei im Leichtgewichts-Einer A belegte, und Robina Wagner deutscher Meister im Leichtgewichts-Doppelzweier A. Katrin Martin holte mit Christiane Hoth (Frankfurter RG Germania) Bronze im Doppelzweier A. Gemeinsam musste sich das Quartett im Doppelvierer A ohne Steuerfrau mit Platz fünf begnügen. Jeweils Bronze für den RV Hellas gewannen zudem bei den Masters Karsten Hettler (Einer B, zudem Vierter im Einer C) sowie Andreas Kaidel und Michael Ursprung (Zweier B). Im Frauen-Einer C wurde Cornelia Jürgens Fünfte. Dafür war sie im Doppelvierer D erfolgreich: Mit Manuela Damm (WSV Bürgel) Steffi Thum sowie Birgit Wrede (beide RC Möve Großauheim) holte sie den Meistertitel.

Thum und Wrede durften sich bei den Masters zudem über Silber im Doppelzweier D freuen. Die gleiche Platzierung erreichte Vereinskollege Daniel Kaiser im Einer B. Für den größten Großauheimer Erfolg sorgte allerdings Konstantin Wenzel bei den Aktiven. Mit seinem Schlagmann Victor Lukesch-Benkmann (FRG Borussia) gelang ihm „eine Sensation“, teilte sein Verein mit. Beide holten mit einem „famosen Start-Ziel-Sieg“ den Titel im Leichtgewichts Doppelzweier. „Damit geht nach vielen, vielen Jahren wieder ein deutscher Meistertitel nach Großauheim“, freute man sich beim RC Möve.

Indoor Rowing ist effektiv und gesund

Der Großauheimer Doppelvierer A ohne Steuermann in der Besetzung Daniel Thiem, Andreas Thiem, Daniel Kaiser und Alexander Wenzel verpasste hingegen eine Medaille und wurde im Finale der sechs Schnellsten nach ordentlichen Start lediglich Letzter. Den sechsten Platz belegten ebenfalls Wenzel und Lukesch-Benkmann bei den Studenten im Doppelzweier A. Wiebke Hanack verfehlte hier im Einer knapp das Finale. (cd)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare