Jochklassiges und spannendes Tischtennis

TSV Langstadt sichert sich Unentschieden vor Rekordkulisse

Eine Klasse für sich: Petrissa Solja (links) und Cheng Hsien-Tzu holten sämtliche Langstädter Punkte beim 5:5. Nun tritt das Duo bei den Hungarian Open in Budapest an. Foto: roscher

Langstadt – Zum Rückrundenstart vor 320 Zuschauern kamen die Tischtennis-Frauen des TSV Langstadt gegen den Bundesliga-Zweiten aus Bad Driburg zu einem 5:5. Dabei taten sich Welten zwischen dem vorderen und hinteren Paarkreuz des Aufsteigers auf.

Über dreieinhalb Stunden hochklassiges und spannendes Tischtennis erlebten die Zuschauer in Langstadt. Obwohl die Top-Asse, Petrissa Solja und Cheng Hsien-Tzu, spielten, reichte es nicht zum Sieg, weil Alena Lemmer und Anne Bundesmann leer ausgingen. Solja und die aus Taiwan angereiste Cheng, die sich nun beide auf den Weg machen zu den am Dienstag beginnenden Hungarian Open in Budapest, sorgten für die gesamte Ausbeute des Gastgebers, feierten jeweils zwei Erfolge im Einzel. Zudem gewannen sie ihr gemeinsames Doppel. In beeindruckender Manier bezwangen sie Britt Eerland/Sarah de Nutte, das mit einer 6:1-Bilanz beste Doppel der Hinrunde, glatt mit 3:0. Nur im ersten Satz konnten dagegen Lemmer/Bundesmann glänzen, deren Gegnerinnen Sophia Klee/Nadine Bollmeier anschließend das Match gut im Griff hatten.

Bei der 4:6-Niederlage in der Hinrunde hatte Solja gefehlt. Wie wertvoll sie für die Mannschaft ist, zeigte sie in ihren Einzeln. Sowohl gegen die Holländerin Eerland, Nummer 41 der Weltrangliste, als auch gegen die luxemburgische Nationalspielerin de Nutte setzte sie sich locker mit 3:0 durch. „Ich fühle mich derzeit supergut in Form“, so die 24-jährige: „Dazu die tolle Stimmung in der Halle. Das hat wieder richtig Spaß gemacht.“

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Auch Tzu holte zwei Einzelsiege, musste jedoch hart kämpfen. Gegen Eerland lag sie mit 0:2 Sätzen zurück. Dazu schien im vierten Satz das Spiel bei 4:9-Rückstand fast schon verloren. Doch Tzu kämpfte unverdrossen, machte sieben Punkte in Folge und brachte den Durchgang noch nach Hause. Im Entscheidungssatz wehrte die Taiwanesin beim 9:10 einen Matchball ab und gewann noch mit 12:10.

Auch ihr zweites Einzel gegen de Nutte entwickelte sich zu einem Krimi. Nach ständig wechselnden Satzgewinnen ging es in den Entscheidungsdurchgang und hier hatte Cheng beim 11:9 das bessere Ende für sich. „Das waren zwei starke Gegnerinnen“, bilanzierte Tzu: „Ich bin sehr glücklich, dass ich beide Spiele gewonnen habe. Die Zuschauer waren grandios.“

Team-Manager Manfred Kämmerer freute sich, dass es gelungen war, Cheng einzusetzen. Zuletzt hatte sie vor zwei Monaten gegen denselben Gegner im Hinrundenmatch aufgeschlagen und ebenfalls gegen Eerland und de Nutte gewonnen. „Man hat gesehen, wie wichtig sie heute war“, so Kämmerer: „Ihr Spiel ist einfach sehr spektakulär anzuschauen.“

Dass es im hinteren Paarkreuz schwer werden würde, war schon vor Beginn klar. Mit der erfahrenen Nadine Bollmeier und DTTB-Toptalent Sophia Klee ist Bad Driburg dort gut besetzt. Die besten Chancen zu einem Erfolg hatte Alena Lemmer gegen Bollmeier. Nach 2:1-Satzführung konnte die 21-jährige Langstädterin jedoch den Sack nicht zumachen, unterlag mit 9:11 im fünften Durchgang. TSV-Trainer Thomas Hauke zog dennoch ein positives Fazit: „Das Spiel war sehr ausgeglichen. Insgesamt ein gerechtes Ergebnis, mit dem beide Mannschaften sicher leben können.“

Langstadt:  Solja (2), Cheng (2), Lemmer, Bundesmann, Lemmer/Bundesmann, Solja/Cheng (1) (rosch)

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