Zweitligist TGS Hausen verpasst Einzug ins Play-off-Endspiel

Rugby: Enttäuschung hält sich bei „Löwen“ in Grenzen

Offenbach -  Verletzungspech und eine schwache zweite Hälfte haben die TGS Hausen den Einzug ins Play-off-Endspiel zur 1. Rugby-Bundesliga gekostet.

Die „Löwen“ verloren ihr Halbfinale bei der Neckarsulmer SU 13:25 (6:10), blicken aber dennoch auf die erfolgreichste Saison in der Geschichte der erst 1999 gegründeten Abteilung zurück.

Die Enttäuschung bei den Verantwortlichen hielt sich allerdings noch aus einem anderen Grund in Grenzen: Auch wenn es niemand offiziell sagte, fühlt man sich noch nicht reif fürs Oberhaus, wo es zwar Derbys gegen den RK Heusenstamm und den SC Frankfurt 1880, aber in sportlicher Hinsicht wohl nichts zu holen gegeben hätte. Die Abteilung ist noch nicht breit genug aufgestellt. Zwar plant man die Gründung einer zweiten Mannschaft, aber im Nachwuchsbereich hapert es.

Aus diesem Grund waren der TGS in der abgelaufenen Saison bereits zwei Punkte abgezogen worden. In der kommenden Spielzeit hätte sich das wiederholt und die geringen Chancen auf den Klassenerhalt in der 1. Liga erheblich geschmälert.

Der Vizemeister der 2. Bundesliga West legte beim Titelträger der Süd-Staffel gut los und führte durch zwei verwandelte Straftritte von Daniel Almeida mit 6:0. Dann mussten Edgar Kljatschkowskij und Juri Sayson aber verletzt raus. Das führte zum Bruch im Spiel der „Löwen“. Durch zwei Versuche kurz vor und einen direkt nach der Pause gelang Neckarsulm die Wende zum 15:6.

In der Folgezeit versuchten es die Gastgeber vermehrt mit hohen Kicks und hatten damit Erfolg. Auch begünstigt durch Fangfehler der TGS-Spieler zog der Favorit vorentscheidend auf 25:6 davon. Hausen konnte durch einen Versuch von Giuseppe Piano und die Erhöhung von Salé Ibarra Serrano nur noch auf 13:25 verkürzen.

Archivbilder:

Bilder: Deutsche Rugby-Meisterschaft in Heusenstamm

Die deutsche Siebener-Nationalmannschaft hat beim zweiten Turnier der Grand Prix Series (EM) in Lodz Platz fünf belegt. Die DRV-Auswahl zog nach Siegen gegen Rekordeuropameister Portugal (21:7) und Gastgeber Polen (31:12) sowie einer Niederlage gegen Irland (7:26) als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein. Dort unterlag man Wales mit 7:26. Nach dem 15:14 gegen Frankreich im ersten Platzierungsspiel setzte sich die Truppe mit 29:26 nach toller Aufholjagd gegen England durch. (cd)

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