Rugby-Klub Heusenstamm nach Sieg auf Platz vier

Nach zehn Jahren wieder ein Sieg gegen Heidelberger RK

Heusenstamm - Der Rugby-Klub Heusenstamm übertrifft sich in dieser Saison selbst. 15 Zähler hatten die „Füchse“ in der abgelaufenen Runde nach 14 Spielen auf dem Konto und schafften den Klassenerhalt in der 1. Liga nur über den Umweg der Relegation. Von Christian Düncher 

In der aktuellen Spielzeit ist das anders. Nach acht Partien hat der RKH bereits 19 Punkte gesammelt und Titelverteidiger Heidelberger RK durch den jüngsten 67:17 (43:5)-Erfolg zumindest vorerst von Platz vier verdrängt. Es war der erste Sieg gegen die Neckarstädter seit zehn Jahren.  „Das tut gut“, gab Markus Walger zu. Beim letzten Erfolg gegen den Heidelberger RK hatte er noch selbst auf dem Platz gestanden. Inzwischen ist er Vorsitzender des Vereins und Teil des Trainerteams. Dem gehört seit dieser Spielzeit auch Mikey Ferraris an. Aufgrund des Umbruchs beim Heidelberger RK sowie der personellen Probleme des amtierenden Meisters hatte der Südafrikaner ein „Feuerwerk“ angekündet. Und ein solches gab es dann auch.

Nach acht Minuten lag der RKH bereits mit 19:0 vorne, nach 27 war beim Stand von 24:5 bereits der Offensiv-Bonuspunkt verbucht. Zur Pause (43:5) deutete sich eine gewaltige Klatsche für die Gäste an, die nur zwei Ersatzspieler auf der Bank hatten. Ihre Nationalspieler standen entweder im deutschen Kader fürs WM-Qualifikationsturnier in Marseille oder standen – wie Steffen Liebig – auf Abruf bereit. Da auch Trainer Pieter Jordaan in Marseille weilte, coachte Liebig das Team und verbuchte nach der Pause zumindest einen Achtungserfolg. Hälfte zwei entschied der RKH nämlich nur noch mit 24:12 für sich, auch weil die „Füchse“ immer wieder einfache Fehler machten und Ferraris dadurch fast zur Verzweiflung brachten. „Das war nicht gut für mein Herz. Graue Haare habe ich aber nicht bekommen“, sagte er und schob als Beweis seine Bommelmütze nach oben.

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Insgesamt ist er mit der Entwicklung der Mannschaft absolut zufrieden: „Dass wir Tabellenvierter sind, ist super. Dort wollen wir auch am Saisonende stehen und uns in Zukunft vielleicht noch ein bisschen verbessern.“ Einiges wird aber auch davon abhängen, wie oft die Nationalspieler zur Verfügung stehen. Gegen den HRK waren sie alle dabei und hatten ihren Anteil am Feuerwerk. Sam Rainger kurbelte das Spiel an, Zinzan Hees (10), Leon Hees (7) und Tim Biniak (5) steuerten 22 Zähler bei. „Viele Mannschaften sind im Umbruch, aber wir sind konstant. Der vierte Platz entspricht durchaus aktuell unserem Potenzial“, resümierte Leon Hees.

RK Heusenstamm: Polheim, Gennaro (10), M. Weber, Sabinarz (5), Joswig, Iding, Howells (10), N. Rainger (5), Schuster (10), Schmitt, T. Biniak (5), S. Rainger, L. Hees (7), Utikal (5), Z. Hees (Schreiber, Höhmann, Saczawa, Moreno, Baumann, Brauer, Cavus)

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