Rugby

Heusenstamm: Liebevoller Herzensbrecher verabschiedet sich vom RKH

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Gibt seine Abschiedsvorstellung: Jakob Seifert (vorne) wird am Samstag zum letzten Mal das Trikot des RK Heusenstamm tragen. Er wechselt zum RC Mainz.

Jakob Seifert hat im Rugby eine Doppelfunktion. Er spielt nicht nur für den Erstligisten RK Heusenstamm, sondern ist auch der Gründer der Hobby-Truppe Bataillon d’Amour. Quasi ein Liebesbotschafter.

Heusenstamm – Dieser will allerdings am Samstag (14 Uhr) zum Herzensbrecher werden, wenn seine „Füchse“ (5. Platz, 25 Punkte) im letzten Saisonspiel die „Orange Hearts“ der RG Heidelberg (4. /43) empfangen.

„Ich werde einfach liebevoll die Herzen brechen“, scherzt Seifert, für den die abschließende Partie der Saison zugleich die letzte im Trikot des RKH sein wird. Er wechselt wie Mitspieler Benedikt Sabinarz zum RC Mainz (Regionalliga), lässt es aus beruflichen Gründen also sportlich etwas ruhiger angehen.

In der Tabelle kann sich Heusenstamm im letzten Saisonspiel nicht mehr verbessern. Locker angehen werden es die „Füchse“ deshalb aber nicht. „Wir wollen den Fans für die Unterstützung danken. Es wäre schön, wenn wir das mit einem Sieg machen könnten“, so Mickey Ferraris vom Trainerteam des RKH.

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Zwar hat die RG Heidelberg 18 Punkte mehr auf dem Konto, die vergangenen vier Spiele jedoch alle verloren – zum Teil deutlich. „Es ist schwer zu sagen, mit was für einer Mannschaft die RGH kommt“, meint Ferraris. Zumindest werden die Siebener-Nationalspieler fehlen. Das gilt aber auch für den RK Heusenstamm, der Sam Rainger, Tim Biniak sowie die Brüder Leon und Zinzan Hees abstellen muss. Ferraris findet das „etwas schade“, denn: „Hätten beide ihre Siebener-Nationalspieler dabei, wäre es ein Spektakel geworden. Für die Fans wäre es toll gewesen. Das fühlt sich ein bisschen an wie eine verpasste Gelegenheit.“

Verzichten muss der RKH zudem auf Sturmtank Chris Howells. „Seine Art, zu spielen, wird uns fehlen“, meint Ferraris. Die erste Alternative ist David Brauer, der einst von Zweitligist RC Dresden zu den „Füchsen“ kam und sich gut entwickelt hat. Die Fußstapfen eines Ex-Nationalspielers wie Chris Howells zu füllen, sei zwar schwer, so Ferraris. „Aber David hat gut trainiert und sich diese Chance verdient.“

VON CHRISTIAN DÜNCHER

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