TGS-Team schreibt Geschichte, Erfolg bringt neuen Aufschwung

Rugby: Löwen aus Hausen gewinnen Ligapokal-Finale

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Kraftprobe nach dem Abpfiff: Die Rugby-Spieler der TGS Hausen lassen Trainer Benoit Grob hochleben, der den Siegerpokal fest in den Händen hält.

Hausen - Es ist vollbracht: Zum ersten Mal haben die Rugby- Löwen der TGS Hausen einen nationalen Titel geholt. Mit dem 23:3 im Ligapokal-Finale gegen den RFC München machten sie den historischen Erfolg perfekt.

Nach dem Abpfiff gab es kein Halten mehr. Spieler, Trainer und Zuschauer der TGS Hausen bildeten eine Menschentraube. Erschöpft, aber überglücklich feierten sie den ersten nationalen Titel der Vereinshistorie. „Den haben wir jetzt wirklich gebraucht“, freute sich TGS-Sprecher Gerhard Felbinger nach der Hitzeschlacht. Er sah eine „sehr physische Partie, die alles abverlangt hat“.

Gegen den RFC München, immerhin Drittplatzierter der 2. Liga Süd, setzte sich der Tabellenzweite der West-Staffel mit 23:3 (13:3) durch. Ein überraschend deutliches Ergebnis, weil der RFC den Münchner Lokalrivalen Stusta besiegt hatte, gegen den die Hausener in den Play-offs zur 1. Liga gescheitert waren.

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„Der Gegner war gar nicht so viel schlechter. Sie haben alles versucht zu punkten, aber wir haben überragend verteidigt“, betonte Felbinger. So kamen die Gäste durch einen Straftritt kurz vor der Pause zum 13:3 und zu ihren einzigen Punkten.

Der Hausener Sturm dominierte hingegen das Geschehen. „Er hat den Unterschied ausgemacht“, meinte der TGS-Sprecher. Nach fünf Minuten sorgte Eigengewächs David Schild (mit 13 Punkten Top-Scorer) per Straftritt für die 3:0-Führung, Marvin Seifert erhöhte mit dem ersten Versuch der Begegnung auf 10:0 (Erhöhung Schild).

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Auch nach dem Wechsel gaben die Gäste alles, konnten dem Malfeld der Hausener aber trotz 20-minütiger Überzahl nicht ernsthaft gefährlich werden. Im Gegenteil: Aaron Hilgers mit dem zweiten Versuch des Tages (Erhöhung Schild) und ein weiterer Straftritt des Kickers machten alles klar. „Das gibt uns einen weiteren Aufschwung für die neue Saison. Da wollen wir nach zwei gescheiterten Versuchen den Aufstieg schaffen“, betont Felbinger. (jp)

TGS Hausen: D. Schild (13), Seifert (5), Hilgers (5), Niculita, Simeunovic, G. Piano, Almeida, A. Piano, Frischkorn, El-Chami, Grau-Eberhardt, Ibarra, Rayces, Seifert, Apelt, Tiron, Schwade, Nowotnik, Schüssler, Tuloco, R. Schild, Glenn, Felbinger

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