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Offenbach und RK Heusenstamm mit tollen Tacklings

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Von: Christian Düncher

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Kein Durchkommen: Heusenstamms Fidschianer Viliame Sokoveta (Mitte) wird hier von der Frankfurter Verteidigung gestoppt. Die „Füchse“ unterlagen dem haushohen Favoriten nach starker Leistung nur mit 13:22.
Kein Durchkommen: Heusenstamms Fidschianer Viliame Sokoveta (Mitte) wird hier von der Frankfurter Verteidigung gestoppt. Die „Füchse“ unterlagen dem haushohen Favoriten nach starker Leistung nur mit 13:22. © eyssen

Das Rugby-Team des Offenbacher SC Rosenhöhe hat bei seinem Erstliga-Comeback einen letztlich ungefährdeten Sieg gefeiert. Der RK Heusenstamm verlor hingegen das Derby gegen Meister SC Frankfurt 1880, dennoch gab es ein großes Lob vom Trainer.

Offenbach – Der ambitionierte Aufsteiger Offenbacher SC Rosenhöhe hat in der Rugby-Bundesliga Süd/West gleich mal ein Ausrufezeichen gesetzt und bei seiner Saison- sowie Heimpremiere einen klaren Erfolg gegen den ehemaligen Serienmeister Heidelberger RK verbucht. Ligarivale RK Heusenstamm kassierte im Derby gegen Titelverteidiger SC Frankfurt 1880 zwar erwartungsgemäß die zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel, zeigte aber deutlich aufsteigende Form und war überraschend nahe dran am ersten Punktgewinn.

Offenbacher SC Rosenhöhe - Heidelberger RK 38:15 (22:6). Bei ihrer Rückkehr ins Rugby-Oberhaus nach 17-jähriger Abstinenz gelang den Offenbachern ein perfekter Saisonstart mit maximaler Punkteausbeute. Getrübt wurde die Stimmung nur etwas durch die Rote Karte gegen Zugang Jacques Fick. Der Kickspezialist und Spielmacher aus Südafrika wurde nach einem gefährlichen Tackling des Feldes verwiesen. Wie lange er dem Aufsteiger fehlen wird, ist noch unklar. Über die Länge der Sperre wird das Sportgericht voraussichtlich diese Woche entscheiden. „Alles in allem sind wir aber sehr zufrieden, haben uns unglaublich über den Erfolg gefreut“, sagte SC-Sprecher Yonas Hussein, der in der 60. Minute sein Erstliga-Debüt gab.

Neben der Roten Karte kassierten die Offenbacher auch noch zwei Gelbe, die im Rugby eine Zehn-Minuten-Strafe zur Folge haben. Der Gastgeber agierte teilweise in doppelter Unterzahl. Der Sieg geriet jedoch aufgrund der starken Abwehrarbeit nie ernsthaft in Gefahr. „Das war wirklich ein starkes Spiel von uns mit einigen irren Tacklings“, lobte Hussein.

Nach ausgeglichenem Start wurde Offenbach dominanter und setzte sich, auch begünstigt durch eine Zeitstrafe gegen den HRK, bis zur Pause von 10:6 auf 22:6 ab. Nach dem Seitenwechsel schwächte sich der SC zwar selbst, näher als bis auf 13:22 kamen die Gäste aber nicht heran.

Offenbacher SC Rosenhöhe: Khomeriki, Elisashvili, Jooste, van Dijk, Toevalu, Goupil, Juri Sayson, Cameron-Dow, Arendse, Fick, Kaczmarek, Haase, Dieckmann, Holmes, Scott (Upton, Theodoridis, Hussein, Bombardella, Luneau, Brüning)

RK Heusenstamm - SC Frankfurt 1880 13:22 (6:10). Im Derby war der erwartete Klassenunterschied überraschenderweise kaum zu sehen. „Es war fast ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte Heusenstamms Trainer sowie Präsident Markus Walger und sprach seiner Mannschaft trotz der Niederlage ein dickes Lob aus: „Hut ab. Das war eine krasse und tolle Leistung. Ich bin stolz auf die Einstellung.“ Es sei schließlich „nicht immer ungefährlich“, wenn Amateure gegen (ehemalige) Profis spielen. So hatte sich der amtierende Meister vor der Saison unter anderem mit David Halaifonua verstärkt, der zuletzt in Englands 1. Liga aktiv war und als härtester Spieler Tongas gilt. Doch der RKH hielt stets dagegen.

„Krachende Tacklings, egal woher der Gegenspieler kam, sorgten bis zum Schluss für ein ausgeglichenes und spannendes Spiel“, sagte Walger. „Aufgrund kleiner Fehler haben wir leider die entscheidenden Situationen, in denen wir hätten punkten können, nicht genutzt. Wir hatten im gesamten Spielverlauf immer wieder Chancen.“ Am Ende fehlten den „Füchsen“ lediglich drei Zähler, um den Defensiv-Bonuspunkt zu ergattern. „Dieser wäre mehr als verdient gewesen.“

Erstmals für Frankfurt im Einsatz war der Ex-Heusenstammer Tim Biniak.

RKH: P. Piano, Gennaro, Gabor, Polheim (5), Garanovic, A. Piano, Felbinger, Frischkorn, Schuster, Schild (8), Salama, Apelt, Sokoveta, Kugolowski, Fleisch (Lehmann, Averbeck, Franke, Zdanevich, Almeida, Rainger, Haase)

Von Christian Düncher

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