Rugby

Rugby-Tag in Heusenstamm: Verband und Vereine nähern sich an

Harald Hees (RK Heusenstamm), DRV-Präsident
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Harald Hees (RK Heusenstamm), DRV-Präsident

Nachdem es im Vorfeld des Deutschen Rugby-Tages in Heusenstamm gegenseitige Vorwürfe gegeben hatte, gingen Verband und Vereine bei der Veranstaltung zumindest etwas aufeinander zu, wie DRV-Präsident Harald Hees (RK Heusenstamm) berichtete.

Heusenstamm – Die Gräben sind zumindest nicht größer geworden. Das ist der erfreuliche Aspekt des Deutschen Rugby-Tages (DRT), der am Samstag in Heusenstamm stattfand, aber nicht in der geplanten Form beendet wurde. Es sei „ein langer, anstrengender Tag“ gewesen, berichtete Präsident Harald Hees (RK Heusenstamm). Daher wurde beantragt, die Versammlung abzubrechen. Dem habe die Mehrheit zugestimmt. Das sei zwar schade, da noch einige Punkte anstanden, jedoch nachvollziehbar, befand der DRV-Boss.

Vorausgegangen waren einige Diskussionen, unter anderem über diverse Formalitäten. Als positiv bewertete Hees es, dass man sich darauf verständigt habe, zumindest einige Beschlüsse zu fassen. So sei der Jahresabschluss 2019 ebenso angenommen worden wie der Haushaltsplan 2021. Auch beim Streitpunkt „Sonderumlage“ gab es ein Ergebnis. Beim letzten DRT war eigentlich beschlossen worden, dass jeder Verein pro Mitglied für die Jahre 2020 und 2021 insgesamt 20 Euro extra an den klammen DRV zahlt. Dagegen hatten Klubs geklagt - und weniger Mitglieder gemeldet. Jetzt habe man sich laut Hees „mit großer Mehrheit“ zumindest auf 14 Euro geeinigt - mit dem Ziel, die Teilnahme der 15er-Nationalteams an europäischen Wettbewerben zu gewährleisten. So wird der Verband am heutigen Montag gleich die U20 für die EM anmelden.

Der mit Spannung erwartete (vorläufige) Bericht der unabhängigen Ethik-Kommission entlastete Manuel Wilhelm, den Sportdirektor und Vorstandsvorsitzenden des DRV, dem einige (ehemalige) Siebener-Nationalspieler diverse Vorwürfe gemacht hatten. Von Mobbing sowie Anstiftung zur Falschabrechnung war die Rede. Der Bericht zeichnete ein völlig anderes Bild, war aber beim DRT kein großes Thema. Ohnehin hätte der Vorstand, dem neben Wilhelm noch Jens Poff (Pforzheim) angehört, „sehr positive Ergebnisse“ präsentiert, stellte Hees klar.

Aus dem aktuellen Präsidium wurde nur Michael Schnellbach (Vizepräsident Leistungssport) im Amt bestätigt. Die anderen Mitglieder sind noch keine zwei Jahre im Amt. Daher werde über diese erst beim nächsten DRT abgestimmt. Dieser soll Ende des Jahres stattfinden. Hees hofft, dass die Satzung bis dahin „sattelfest“ ist. (Von Christian Düncher)

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