Verband könnte von Fehlern anderer Nationen profitieren

Rugby: Deutsches Team über Hintertür doch noch zur WM?

Offenbach -  Dem internationalen Rugby droht ein mittleres Beben – und Deutschland könnte einer der Profiteure sein.

Wenige Tage, nachdem Tahiti aus der Qualifikation für die WM 2019 ausgeschlossen worden war, steht dieses Schicksal unter Umständen auch drei europäischen Nationen bevor. In allen Fällen geht es um den Einsatz nicht spielberechtigter Akteure.

Wie der Deutsche Rugby-Verband (DRV) mitteilte, gab es offenbar bei den Nationalteams aus Rumänien, Belgien und Spanien Unregelmäßigkeiten bei Spielberechtigungen im Rahmen der Partien in der höchsten EM-Division, die Teil der WM-Qualifikation ist. Der europäische Verband sowie der Weltverband prüfen die Sachverhalte.

Die Belgier hatten demnach einen französisch-stämmigen Spieler eingesetzt, der zwar eine belgische Urgroßmutter hat, die Regeln schreiben jedoch vor, dass die Eltern oder Großeltern die Staatsangehörigkeit haben oder zumindest auf dem Hoheitsgebiet geboren sein müssen. Die Rumänen setzten einen Spieler ein, der zuvor bereits das tongaische Nationaltrikot getragen hatte. Und bei den Spaniern stellt sich die Frage, ob sich mehrere Akteure durch Einsätze für den französischen Verband bereits dort festgespielt hatten.

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Deutschland war Letzter der höchsten EM-Division geworden und müsste demnach am 28. April das Relegationsspiel gegen Portugal bestreiten. Sofern die Resultate der drei verdächtigten Nationen geändert werden, wäre dies hinfällig. Im Optimalfall käme es dann erst am 12. Mai zum Duell mit Portugal, allerdings in den Play-offs zur WM. Aktuell plant man aber für die Relegation. Zinzan Hees (RK Heusenstamm) zählt zum vorläufigen Kader. (cd)

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